„Dieser Job war meine Welt“ Ulrich Gövert nimmt Abschied aus Neuenkirchen

Von Christian Geers

Fast 28 Jahre arbeitete Ulrich Gövert (hier mit Ehefrau Maria) in der Verwaltung der Samtgemeinde Neuenkirchen. Bürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay verabschiedete den 65-Jährigen nun in den Ruhestand. Mit dabei: Personalratsvorsitzende Claudia Feltmann (links) und Andreas Lanwert (stellvertretender Verwaltungschef). Foto: Christian GeersFast 28 Jahre arbeitete Ulrich Gövert (hier mit Ehefrau Maria) in der Verwaltung der Samtgemeinde Neuenkirchen. Bürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay verabschiedete den 65-Jährigen nun in den Ruhestand. Mit dabei: Personalratsvorsitzende Claudia Feltmann (links) und Andreas Lanwert (stellvertretender Verwaltungschef). Foto: Christian Geers

Neuenkirchen. Verwaltungsoberrat Ulrich Gövert hat seinen Schreibtisch bei der Samtgemeinde Neuenkirchen geräumt - er geht in den Ruhestand.

Neuenkirchens Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay überreichte ihm in einer kleinen Abschiedsfeier im Rathaus bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen und im Beisein der Kollegen die Entlassungsurkunde. Pensionär ist Ulrich Gövert damit aber noch nicht, offiziell scheidet er erst Ende Januar aus dem Dienst aus. Doch für den Samtgemeinde-Verwaltungsoberrat, so sein Dienstgrad, war dieser Montag der allerletzte Arbeitstag.

Gerne lasse die Samtgemeinde den versierten Verwaltungsfachmann, „der den größten Teil seines beruflichen Lebens in Neuenkirchen verbracht hat“, nicht gehen, sagte Schwertmann-Nicolay und lieferte die Begründung sofort nach: „Sein fundiertes Fachwissen in allen Verwaltungsdingen wird uns fehlen.“

Gövert arbeitete seit dem 2. Mai 1988 in der Samtgemeinde Neuenkirchen. Zuvor war er sieben Jahre Verwaltungsleiter der Kreismusikschule Osnabrück. Seine Ausbildung hat er 1973 in der Samtgemeinde Bersenbrück absolviert, wo er bis 1980 als Angestellter tätig war.

„Kluger Schritt“

„Der Wechsel nach Neuenkirchen war ein kluger Schritt“, stellte Schwertmann-Nicolay fest. Hier habe Gövert als Kämmerer und Fachbereichsleiter Finanzen gearbeitet, sei stellvertretener Verwaltungschef und allgemeiner Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters gewesen. 2010 habe er die Herausforderung nicht gescheut, die Leitung der Finanzverwaltung abzugeben und den „viel größeren Fachbereich“ für Bildung, Soziales, Bürgerservice, Ordnung, Kindertagesstätten und Kultur/Tourismus“ zu übernehmen.

Gövert habe sich schnell eingearbeitet, das Modellprojekt „Wohnen mit Zukunft“ engagiert begleitet und maßgeblich ausgestaltet. Auch die Themen Kultur und Tourismus hätten ihn am Herzen gelegen. „Allen stand er mit Rat und Tat zur Seite“, so die Verwaltungschefin.

Das bestätigte für den Personalrat auch Claudia Feltmann. Ulrich Gövert habe mit Wissen und Kompetenz überzeugt „und sogar die Einführung der elektronischen Datenverarbeitung gemeistert“, schmunzelte sie. In einem Fotoalbum, das Feltmann überreichte, hatten die Kollegen fast 28 Jahre in Wort und Bild zusammengefasst. Gute Wünsche für den Ruhestand überbrachte auch Georg Weglage, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Samtgemeinderat.

Achtmal um die Welt

„Dieser Job war meine Welt. Ich habe mich in Neuenkirchen sehr wohlgefühlt“, blickte Ulrich Gövert auf sein Arbeitsleben zurück. Und in seiner Betrachtung blitzte zum Schluss wieder der Zahlenfachmann durch: 60000 Arbeitsstunden lägen hinter ihm, 310000 Kilometer sei er in 28 Jahren zwischen Eggermühlen und Neuenkirchen gefahren, „achtmal um die Erde“.

„Unserer Samtgemeinde Neuenkirchen“ wünschte der 65-Jährige eine gute Zukunft und den Mitarbeitern im Rathaus weiterhin jene Kollegialität, die er stets sehr geschätzt habe. „Dann wird es auch gut weitergehen.“


0 Kommentare