Bindemäher im Einsatz Merzener Traktorenfreunde fahren ihre Ernte ein

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nhe Merzen. Es ist laut, es ist staubig und es ist warm an diesem Sommerabend auf einem kleinen Getreidefeld mitten im Merzener Gewerbegebiet. Doch das alles macht den zehn Mitgliedern der Traktoren- und Raritätenfreunde Merzen gar nichts aus. Die nutzten das trockene Wetter, um ihre Ernte einzufahren. Nicht mithilfe modernster Mähmaschinen, sondern mit Apparaten, die wie aus der Zeit gefallen aussehen.

Zügig zieht der Porsche Diesel Standard ein technisches Schätzchen über das Roggenfeld. Angehängt ist ein etwa 60 Jahre alter Bindemäher, der alle paar Meter eine sauber gebundene Garbe auswirft. Mit dieser alten Erntemaschine holen die Merzener Männer Getreide ein wie vor mehr als einem halben Jahrhundert.

4. Treckertreffen vom 21. bis 23. August 2015

Und warum das alles? Um auf den Aktionstag der Traktoren- und Raritätenfreunde Merzen am Sonntag, 22. August, während des vierten Treckertreffens aufmerksam zu machen. Dann wollen sie auch den alten Dreschkasten aus dem Jahr 1930 anwerfen und diesen mit den Getreidegarben füttern, um die Roggenkörner zu ernten. Stroh soll dann auch zu Ballen gepresst werden.

Drei Stunden für einen halben Hektar Getreide

Drei Stunden dauert es, bis das halbe Hektar Roggen im Gewerbegebiet Am Diek geerntet ist. Die Arbeit macht sich eben nicht von alleine. Der Bindemäher schneidet den Roggen zwar und bindet ihn fein säuberlich zu Garben. Aber diese Garben müssen von der Hand erst einmal auf dem Stoppelfeld zu Hocken zusammengestellt werden, damit das Getreide trocknen kann.

Drei Mann bedienen alten Bindemäher

Moderne Mähdrescher sind heute GPS-gesteuert und können von einer Person bedient werden. Das war damals anders, auch mit dem Bindemäher: Jemand muss den Traktor fahren, während auf dem Bindemäher zwei Männer auf den Metallschalen Platz nehmen, die die Sitze darstellen. Auch hier gibt es eine Aufgabenteilung: Der eine guckt, dass die Maschine technisch einwandfrei arbeitet, der andere legt das Stroh vor. Und auch die Hocken müssen anschließend noch zusammen von Hand auf einen Anhänger aufgeladen werden.


Von Freitag, 21. August, bis Sonntag, 23. August, sind die Traktoren- und Raritätenfreunde Merzen wieder Gastgeber eines Treckertreffens. Es ist inzwischen das vierte dieser Art, das auf dem Vereinsgelände bei der Gaststätte Glurich in Lechtrup veranstaltet wird. Ab Freitag reisen viele der Teilnehmer mit ihren Traktoren auf eigener Achse an. Am Samstag und Sonntag gibt es viele Aktionen, vom Geschicklichkeitsfahren bis hin zur Vorführung alter Maschinen und Geräte. Am Sonntag steht eine etwa zweistündige Ausfahrt auf dem Programm, anschließend wird der älteste Schlepper und der Teilnehmer mit der weitesten Anfahrt prämiert.

Das Museumscafé ist am Sonntag von 14 bis 17.30 Uhr geöffnet. cg

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