Interview mit Bernd Kunz Merzener begleitet wieder Jugendgruppe nach Japan

Bernd Kunz, Mitglied im Vorstand des Sportvereins Blau-Weiß Merzen und Gruppenleiter des 42. Deutsch-Japanischen Sportjugend-Simultanaustausches. Foto: Christian Geers/ArchivBernd Kunz, Mitglied im Vorstand des Sportvereins Blau-Weiß Merzen und Gruppenleiter des 42. Deutsch-Japanischen Sportjugend-Simultanaustausches. Foto: Christian Geers/Archiv

Merzen. Der Merzener Bernd Kunz ist einer von zwei Gruppenleitern, die Jugendliche aus Niedersachsen nach Japan begleiten. Sie gehören zu einer deutschen Delegation, die am 42. Deutsch-Japanischen Sportjugend-Simultanaustausch teilnimmt. Unter den insgesamt 135 Teilnehmern aus ganz Deutschland sind auch vier Jugendliche aus dem Altkreis Bersenbrück. Was sie in den kommenden drei Wochen erwartet, erläutert Kunz im Interview mit dem „Bersenbrücker Kreisblatt“.

Konnichi wa, Herr Kunz. Mal ehrlich, wie groß ist Ihr japanischer Wortschatz inzwischen? Was können Sie außer „Guten Tag“ sonst noch sagen?

Eigentlich wenig, nur die Anreden von „Guten Morgen“ bis „Gute Nacht“, „Guten Appetit“ und andere Kleinigkeiten. Eine Dolmetscherin verwöhnt uns schon sehr durch ihre Präsenz.

Sie begleiten zum wiederholten Mal eine Gruppe niedersächsischer Jugendlicher anlässlich des Deutsch-Japanischen Sportjugendaustausches nach Japan. Was fasziniert Sie an diesem Land?

Dass wir in das Familienleben integriert werden und so das richtige Japan erleben dürfen. Es ist ein wunderschönes Land, weil so viele Dinge zu sehen sind, die wir bei uns nicht haben. Ein Japaner würde die gleiche Antwort geben, denn er erlebt Deutschland genauso.

Wann beginnt die Reise, und wie lange werden Sie unterwegs sein?

„Wir starten am kommenden Sonntag um 6.30 Uhr in Merzen und landen am Donnerstag, 13. August, wieder in Frankfurt.

Wohin geht die Reise genau?

Nach der dreitägigen Einführung durch die japanische Sportjugend in Narita, Tokio, geht es nach Ritto (Kusatsu), wo wir in Familien untergebracht werden. Von dort reisen wir für fünf Tage nach Ako. Der dritte Regionalaufenthalt wird uns dann in die alte Tempelstadt Kyoto führen. Die letzten drei Tage werden dann mit viel Freizeit in Tokio sein, wo die Jugendlichen in kleinen Gruppen die gigantische Stadt alleine erkunden dürfen.

Und wie sieht das Programm eines Simultanaustausches aus?

Das Programm beinhaltet in jedem Ort offizielle Begrüßungszeremonien bei den örtlichen Behörden. Ebenso die Zusammenführung mit Jugendgruppen, in denen über sportpolitische und allgemeine Themen diskutiert wird. Hauptthema ist Fairness im täglichen Leben. Dann stehen sportliche Aktionen wie Segeln, Kendo, Reiten – da sind wir echt gespannt –, Judo und Bogenschießen auf dem Programm. Für den kreativen Teil sorgen Kalligrafie, Blumenstecken und Teezeremonien. Stadtbesichtigungen und Museumsbesuche runden das Bild ab. Natürlich dürfen die Sayonara-Partys am Ende jeder Region nicht fehlen. Dort werden wir dann unsere eingeübten Tänze, Lieder und Sketche vorführen.

Wissen Sie schon, ob es im kommenden Jahr wieder in Merzen Besuch aus Japan geben wird?

Ich würde gerne 2017 wieder eine Gruppe in Merzen leiten. Schon deshalb, weil es kaum Vereine in Niedersachsen gibt, die sich bereit erklären eine Gruppe zu übernehmen. Wenn aber ein Verein Interesse zeigt, sollte er sich bei der Sportjugend Niedersachsen in Hannover oder bei mir melden. An dieser Stelle geht auch ein Dank an alle, die uns wieder für diese Fahrt unterstützt haben.


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