Baier: Großer Schritt Bau der Bersenbrücker Grundschulmensa beginnt

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ms Bersenbrück. Am Donnerstag begann Bersenbrücks wohl wichtigstes öffentliches Bauprojekt 2015. Für 2,5 Millionen Euro will die Samtgemeinde Bersenbrück die Grundschule auf den Stand der Zeit bringen und für den Ganztagsbetrieb ausbauen. Wenn alles gut geht, startet die Ganztagsschule zu den Zeugnisferien im Februar 2016.

„Dies ist ein großer Schritt für Bersenbrück“, begrüßte am Donnerstag Horst Baier beim symbolischen ersten Spatenstich, die Stadt verbessere „ihre familienfreundliche Aufstellung“. Nach Rieste, Alfhausen und Kettenkamp sei dies die vierte Grundschule in der Samtgemeinde, sagte der Stadtdirektor und Samtgemeindebürgermeister, in Eggermühlen werde bereits gebaut, Ankum „geht nächstes Jahr ans Netz“, nach dem Umzug der Schule auf den Kattenboll. Baier begrüßte auch, dass in Bersenbrück mit der Firma Kotte ein einheimisches Bauunternehmen den ersten Zuschlag bekommen habe.

Auch Bersenbrücks Stadtbürgermeister Christian Klütsch hob den Grundsatzbeschluss der Samtgemeinde hervor, massiv in die offene Ganztagsbeschulung zu investieren. Das sei „richtungweisend.“ Und dass die Bersenbrücker Grundschule modernisiert und vergrößert wird, fand er richtig, dank der neuen Baugebiete sei „der Bedarf da“. Schulleiterin Ursula Gärtner-Hoffmann blieb bescheiden, wünschte ihrer Schule „wenig Stress“ in der Bauzeit „ und ein schönes neues Gebäude“.

Die Bauarbeiten mit dem Schulbetrieb zu koordinieren ist ein verzwicktes Problem für Jürgen Brockmann vom Bauamt der Samtgemeinde und die beteiligten Unternehmen. Um die Belästigung so gering wie möglich zu halten, wird zuerst einmal das neue Mensagebäude hochgezogen, das entfernt an eine griechische Säulenhalle erinnert. Diese Bildungsbasilika bekommt auch Räume für die Ganztagsbetreuung, ihr Speisesaal soll Schulaula werden. Zur ersten Bauphase gehört auch die Erneuerung der Toilettenanlagen der Schule.

Alles, was im Altbau Staub und Lärm macht, soll bevorzugt in den Ferien stattfinden, wie etwa der Neubau des Verwaltungstrakts. Und der Einbau eines neuen, größeren Fahrstuhls, der vom Keller bis zum Dach alle Räume für Behinderte zugänglich macht. In diese Phase fällt auch der Austausch von asbesthaltigen Baumaterialien. Messungen haben ergeben, dass sie kein Asbest in die Luft abgeben. Trotzdem müssen sie ausgetauscht werden, wenn sie einmal durch Bauarbeiten offen gelegt sind.

Sobald die Mensa steht, geht es im Altbau richtig los. Je zwei Klassen ziehen in die Mensaräume um, während ihre Klassenräume saniert werden und mit Evakuierungslautsprechern und Leitsystem für Notfälle nachgerüstet werden. Auf der Westseite bekommen sie auch eine neue Fassade mit neuen Fenstern.

2016 soll außerdem der „Kiss-and-Ride“-Parkstreifen nachgezogen werden, dessen Finanzierung im Moment noch nicht gesichert ist. Dass man auf ihn verzichtet, erscheint unwahrscheinlich, denn er soll die Sicherheit im Verkehr zur Schule und von der Schule verbessern. Bislang wuseln Busse, Eltern-Pkw, Fußgänger und Radfahrer durcheinander. Künftig bekommen „Helikopter-Eltern“ eine eigene Spur mit Ein- und Ausfahrten zur Bramscher Straße und Parkplätzen.


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