Objektkunst aus Dresden Bersenbrück: Hecker-Stipendium an Silke Wobst

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Bersenbrück. Die Künstlerin Silke Wobst erhält das Franz-Hecker-Stipendium der Kreissparkasse Bersenbrück. Dies geht aus einer Presseerklärung des Geldinstituts hervor.

Seit 2004 vergibt die Kreissparkasse Bersenbrück das Franz-Hecker-Stipendium zur Förderung junger Künstler. Das mit 5000 Euro dotierte Stipendium, das an den in Bersenbrück geborenen Maler und Grafiker Franz Hecker erinnert, wird alle zwei Jahre vergeben.

Die sechste Preisträgerin ist die aus Dresden stammende Silke Wobst. Die Fachjury, bestehend aus der Kunsthistorikerin Ulrike Hamm, dem Kunstprofessor Hartmut Girke, dem Künstler und Bildhauer Klaus Reincke sowie der Künstlerin und ehemaligen Franz-Heck-Stipendiatin Nikola Dicke, hat aus 64 Bewerbungen die diesjährige Preisträgerin ausgewählt.

Silke Wobst, 1982 geboren, studierte von 2004 bis 2010 an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, an der sie im Anschluss auch das Meisterschülerstudium absolvierte. Seit 2011 ist die Dresdnerin freiberufliche Künstlerin.

Die abstrakte Objektkunst der Künstlerin zeichnet sich durch eine „eigene experimentelle Schichtentechnik“ aus. Für ihre plastischen Arbeiten verwendet sie vor allem Papier und Holz. Insbesondere „ihr suchender und fragender Umgang mit den Materialien“ habe letztlich die Jury überzeugt, so die Mitteilung.

Bernd Heinemann, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse, freute sich über die Entscheidung der Fachjury: „Mit der erstmaligen Auswahl einer Künstlerin, die ihren Schwerpunkt in der Objektkunst hat, setzt das Franz-Hecker-Stipendium neue künstlerische Akzente. Auf die Ergebnisse ihrer Arbeit in unserer Region freue ich mich schon jetzt.“

Übergeben werden soll der Preis im Januar 2015. Verbunden mit ihm ist ein Aufenthalt im Stift Börstel, für den die Stipendiumsdotierung als Budget zur Verfügung steht. Die Künstlerin kann entscheiden, wann sie sich in den mittelalterlichen Klosterbau zurückzieht, um sich ganz ihren Projekten zu widmen.

Was Wobst aus diesem künstlerischen Aufenthalt machen wird, wird nicht nur von der Jury, sondern auch von den Verantwortlichen der Kreissparkasse mit Spannung erwartet. Enden soll der Aufenthalt in Börstel mit einer Ausstellung der dort erstellten Kunstwerke im Gebäude der Kreissparkasse Bersenbrück.

Der zweite Platz des Stipendiums, der mit 500 Euro dotiert ist, geht an die Künstlerin Anastasiya Nesterova aus Münster, deren Druckgrafiken die Jury besonders durch die „optische Wechselwirkung zwischen den Druckfarben und dem hölzernen Material ihrer Druckplatten“ überzeugte. Als Drittplatzierte erhielt Anna Lena Grau aus Hamburg 250 Euro.


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