Albert Blömer und sein Hobby XXL-Krippe füllt in Neuenkirchen den Wintergarten

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Neuenkirchen. Mit viel Liebe zum Detail baut Albert Blömer aus Neuenkirchen in jedem Jahr seine Krippe auf. Aber anders als in den meisten Haushalten geht seine Darstellung der Heiligen Familie über zwei Ebenen und misst fast fünf Meter in der Breite.

Albert Blömers arbeitsintensives Projekt steht seit dem ersten Advent und bleibt traditionell bis Mariä Lichtmess, Anfang Februar, im Wintergarten der Familie stehen.

Schon Mitte November hat sich Albert Blömer in den nahe gelegenen Wald aufgemacht, um Moos zu sammeln für seine Krippenlandschaft. Bevor die Pflanzen ins Haus dürfen, müssten sie zunächst trocknen, denn sonst rieche es in den Räumen überall nach Wald, erklärt er.

Beim Aufbau der einzelnen Elemente erhält er Unterstützung von seiner
14-jährigen Enkelin Johanna. „Die ganze Familie ist beim Thema Krippe etwas verrückt“, schmunzelt Schwiegertochter Henrike Blömer, die zusammen mit ihrem Mann und den zwei Töchtern den ersten Stock des Hauses im Kleinen Sundern bewohnt. Insgesamt gebe es fünf Krippen im Haus, und Enkelin Johanna Blömer habe sich ihre Figuren sogar selbst aus Gips gegossen, berichtet der stolze Großvater.

Doch keine reicht in den Ausmaßen an die Krippe von Albert Blömer heran. Im Rest des Jahres steht an der Stelle eigentlich ein Eckschrank mit Fernseher. Jetzt ist der Schrank in die Landschaft mit eingebaut. So sitzt in der unteren Schublade eine Fuchsfamilie.

Der ganze Stolz des Krippenbauers ist der kleine Bach, der sich durch die Landschaft schlängelt. „Der Wasserlauf sieht in jedem Jahr etwas anders aus, einmal hatten wir sogar einen Wasserfall“, erinnert sich Albert Blömer.

Dieses Mal hat der gelernte Maurer eine Plane in den Farben weiß und blau besprüht. Über diese läuft Wasser, das in einem Bottich gesammelt wird und von einer Pumpe wieder hinauf befördert wird. Verschiedene Steine lassen das Gebilde noch naturgetreuer erscheinen.

Gerade hat das Ehepaar Albert und Magret Blömer goldene Hochzeit gefeiert. Sie erinnern sich in diesem Zusammenhang, dass das erste Element, nämlich der Stall und die Heilige Familie, genau wie ihre Ehe schon 50 Jahre zählt. Hirten, die Heiligen Drei Könige, Hirsche und Schafe kamen in den folgenden Jahren hinzu. Mehrere Häuschen stellen das Dorf Bethlehem dar. Jedes einzelne ist dabei beleuchtet.

Die Liebe zu Weihnachten und das besondere Interesse an Krippen habe Albert Blömer bereits als Kind gehabt. Schon als kleiner Junge sei es seine Aufgabe gewesen Stall, Maria, Josef und das Christuskind anzuordnen. „Früher stand unsere Krippe auf einer Art Esstisch, sie war also auch schon relativ groß“, weiß Albert Blömer. Und weiter erzählt er, dass ihm das Gestalten einfach liege und der Aufbau der Landschaft in der Vorweihnachtszeit zu seinem Hobby geworden sei.

Nicht nur seine Familie, Nachbarn und Freunde sind begeistert. Auch einige Bewohner des benachbarten Seniorenpflegeheims St.-Elisabeth-Stift hatten schon die Gelegenheit, das Werk zu bestaunen. „Über Besuch freue ich mich immer sehr“, sagt der 76-jährige Rentner.


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