Erste Sichtung per Foto Weeser Aa in Voltlage: Otter ist zurück

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In Voltlage wurde ein Otter gesichtet. Foto: privatIn Voltlage wurde ein Otter gesichtet. Foto: privat

pm/nwey Voltlage. Nach der Rückkehr des Wolfes in die Region verbreiten sich auch andere Heimkehrer, dafür aber mehr still und heimlich. Neben dem Uhu, der Steinbrüche, Sand- und Tonabbaugruben als Nistplatz nutzt, ist in diesem Jahr erstmals die Rückkehr des Fischotters in den Altkreis Bersenbrück belegt.

Zunächst gelangen Nachweise von Trittsiegeln im Bereich Voltlage, Weese, die durch die Diplombiologin Anja Roy aus Lienen bestätigt wurden, wie Jägermeister Martin Meyer Lührmann berichtete. Anfangs seien die Fachleute nur von einen kurzen Besuch des Otters ausgegangen. Dann sei jedoch einige Monate später das erste Foto eines Fischotters im Landkreis Osnabrück in Weese gelungen, so der Jägermeister.

Der Fischotter wandere von Süden entlang von größeren Gräben wie in Voltage die Weeser Aa, auf der Suche nach Nahrung und neuen Lebensräumen. Um sesshaft zu werden, benötige er aber größere, ungestörte fischreiche Biotope, so die Meinung der Wissenschaft bisher.

„Wir sind gespannt, wie die Entwicklung weiter geht; es könnte ja sein, das der Fischotter auch schon mit weniger zufrieden ist und in unserer Kulturlandschaft wieder heimisch wird“, so Martin Meyer Lührmann. Große Gefahren gingen sicher vom Straßenverkehr aus.


Der Fischotter war früher weit verbreitet. Da er unter anderem Fisch frisst, wurde er lange als Nahrungskonkurrenten vom Menschen verfolgt. Wegen seiner wassernahen Lebensweise galt er als Fisch und war somit als Fastenspeise qualifiziert. Außerdem war sein Fell sehr beliebt als Material für warme Kleidung. Durch die massive Bejagung brachen die Bestände ein, sodass die Tiere bereits zur Zeit des Ersten Weltkrieges rar geworden waren. Die Industrialisierung gab vielen Beständen den Rest. In den 60er Jahren wurde die Bejagung verboten. Mittlerweile erholen sich die Bestände dank Schutzmaßnahmen.

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