Gewalt reißt tiefe Wunden Bersenbrück und Neuenkirchen zeigen Flagge


Neuenkirchen/Bersenbrück. Gewalt in der Familie gehört für viele Frauen und Kinder weltweit zum Alltag. Die eigenen vier Wände bieten in diesen Fällen keinen Schutz, sondern sind vielmehr eine Sichtbarriere nach außen, hinter der körperliche und seelische Misshandlungen stattfinden.

Die Samtgemeinde Neuenkirchen, vertreten durch die Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay, hisste am Dienstag die Flagge und zeigte sich solidarisch mit der Fahnenaktion von Terre des Femmes, „Frei leben – ohne Gewalt“. Die Gleichstellungsbeauftragte Lisa Diekmann-Holtkamp, Wolfgang Garmann von der Polizeiinspektion sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung setzten vor Ort ein weithin sichtbares Zeichen. Mit dem 2013 eingerichteten Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ wird betroffenen Frauen erstmalig auch eine bundesweite 24-Stunden-Beratung angeboten, die kostenlos eine anonyme und niedrigschwellige Erstberatung in 15 Sprachen ermöglicht. „Rund um die Uhr finden Frauen eine kompetente Ansprechpartnerin“, hieß es dazu in Neuenkirchen.

Gewalt in Familien und Partnerschaften ist die am weitesten verbreitete und am wenigsten kontrollierte Form von Gewalt, die in ihrer Häufigkeit und Schwere unterschätzt wird , da sie eben nicht öffentlich stattfindet. Seit 15 Jahren ist dieser internationale Gedenktag von den Vereinten Nationen offiziell als solcher anerkannt und findet weltweit Beachtung.

Vor dem Bersenbrücker Rathaus war die Resonanz bei der Aktion zum Antigewalttag groß. Der Arbeitskreis „Häusliche Gewalt“ des Präventionsrates der Samtgemeinde und die regionalen Kooperationspartner hatten dazu eingeladen, am Internationalen Gedenktag „Nein zu Gewalt an Frauen“ ein Zeichen zu setzen. Akteure der Beratungsstelle BISS, der Polizei, des Gleichstellungsbüros und andere verteilten kleine Pflasterheftchen mit dem diesjährigen Motto „Gewalt reißt tiefe Wunden“. Ebenfalls mit dabei eine Maßnahme-Gruppe alleinerziehender Mütter des Bildungswerkes der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW).

Gemeinsam hissten alle Beteiligten die Flagge von Terre des Femmes vor dem Rathaus und besuchten anschließend die Ausstellung „Echt Krass“ im Medienforum. Diese Ausstellung in Form eines interaktiven Präventionsparcours behandelt die Thematik um sexuelle Gewalt und Übergriffe unter Jugendlichen. Noch drei Wochen ist die Ausstellung im Medienforum zu sehen, Terminabsprache ist über Telefon: 05439/962-154 möglich oder per E-Mail an bien@bersenbrueck.de. Am 17. Dezember kann die Ausstellung zwischen 14 und 17.30 Uhr auch ohne Terminabsprache besucht werden.

„Lots Frau – Gewalt reißt tiefe Wunden“ bildete außerdem auch den Schwerpunkt beim Ökumenischen Gottesdienst im Ankumer Dom St. Nikolaus am Abend des Antigewalttages. Zu einem regen Gesprächsaustausch trafen sich die Gottesdienstbesucher.

Die Samtgemeinde Neuenkirchen, vertreten durch die Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay, hisste am Dienstag ebenfalls die Flagge und zeigte sich solidarisch mit der Fahnenaktion von Terre des Femmes, „Frei leben – ohne Gewalt“. Die Gleichstellungsbeauftragte Lisa Diekmann-Holtkamp, Wolfgang Garmann von der Polizeiinspektion sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung setzten vor Ort ein weithin sichtbares Zeichen. Mit dem 2013 eingerichteten Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ wird betroffenen Frauen erstmalig auch eine bundesweite 24-Stunden-Beratung angeboten, die kostenlos eine anonyme und niedrigschwellige Erstberatung in 15 Sprachen ermöglicht. „Rund um die Uhr finden Frauen eine kompetente Ansprechpartnerin“, hieß es dazu in Neuenkirchen.