Unter 400 Bewerbern erfolgreich Neuenkirchen: Firma Bill gewinnt Deutschen Fassadenpreis


cg/pm Neuenkirchen. Die Maler- und Restauratorenwerkstätte Bill hat einen zweiten Preis beim Deutschen Fassadenpreis gewonnen. Die Juroren, die unter 362 Bewerbern aus Deutschland und Österreich eine Auswahl treffen mussten, waren angetan von der farblichen Gestaltung der Fassade der Kindertagesstätte St. Martinus in Bramsche.

Die Kindertagesstätte St. Martinus in der Lindenstraße ist im Jahr 2013 um eine Kinderkrippe erweitert worden. Die Pläne dazu hatte das Bramscher Architekturbüro Axel Mutert in Bramsche erdacht. Zum Bestandsgebäude ist ein lichtdurchfluteter Essraum hinzugekommen, der als gläsernes Kopplungselement gestaltet worden ist. Daran schließt sich das ebenfalls neu erstellte Krippenhaus an. Dessen kubischer Baukörper ist alles andere als spektakulär – die Fassadendetails jedoch umso mehr. Damit ist das Neuenkirchener Traditionsunternehmen Bill beauftragt worden, das im kommenden Jahr auf sein 125-jähriges Bestehen zurückblicken kann.

Die Juroren des „Deutschen Fassadenpreises“, der zum 23. Mal von der Firma Brillux ausgelobt worden war, weisen darauf hin, dass die Farbgestaltung im Zusammenspiel mit der Architektur „eine Gebäudeansicht verwandeln, aufwerten oder von vorneherein positiv mitformen kann“.

Was genau die Jury des Deutschen Fassadenpreises an der Kindertagesstätte überzeugt hat, hat sie so zusammengefasst: „Das frische Grün der Gebäudehülle wird durch diagonale, im Putz als tief liegendes Relief ausgebildete gelbe Streifen unterbrochen. So projiziert sich eine Makroaufnahme der umgebenden Begrünung mit Bambus stilisiert auf das Gebäude. Die Fenster werden durch Putzfelder in verschiedenen warmen Gelbtönen zu einem Band zusammengefasst. Ein frei stehendes Naturholzportal, in warmem Braun getönt wie auch die Fenster, markiert und betont den Eingang. All das bricht die strenge Gebäudegeometrie, wirkt fröhlich und spielerisch.“

Dass sie sich mit ihrer Arbeit unter fast 400 Bewerbern aus Deutschland und Österreich durchgesetzt haben, erfüllt die Geschäftsführer des Neuenkirchener Familienbetriebs Bill schon mit Stolz. Schließlich hätten zwölf Juroren bei der Auswahl mitentschieden, so Reinhard Bill und Peter Bill.