Übung der Feuerwehr Voltlage Katastrophe in Voltlager Wohnhaus nur gespielt


kemp/cg Voltlage. Wozu ein abbruchreifes Haus doch gut ist: In einem leer stehenden Wohnhaus am Jägerweg in Höckel hat die Feuerwehr Voltlage am Donnerstagabend den Ernstfall geprobt. Die Menschrettung stand dabei im Vordergrund.

Als die Sirenen um 19.33 Uhr in Voltlage heulten und kurz darauf die drei Einsatzfahrzeuge ebenfalls mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn von ihrer provisorischen Unterkunft auf dem Gelände des Busunternehmens Hülsmann über den Fürstenauer Damm Richtung Höckel fuhren, wussten nur die allerwenigsten, dass es sich um eine vorbereitete Übung handelte.

Frank Pohlmann, Voltlages stellvertretender Ortsbrandmeister, hatte sich das Szenario ausgedacht – und dafür sogar seine eigenen vier Wände zur Verfügung gestellt. Genauer, sein früheres Wohnhaus, das nun wegen des Neubaus gleich nebenan abgerissen werden muss.

Und das erwartete die Feuerwehrkräfte: Ein Autofahrer verliert auf dem Jägerweg die Kontrolle über seinen Wagen und gerät ins Schleudern. Er steuert sein Gefährt über den Hof, die Fahrt endet schließlich in einer Garage, wobei das Auto auf der Seite liegend zum Stehen kommt. Der Fahrer wird verletzt und kann sich aus eigener Kraft nicht aus seiner misslichen Lage befreien. Der Wagen fängt schließlich Feuer, die Flammen greifen auf das Haus über und bringen vier Menschen in Lebensgefahr, die sich im Haus aufhalten. Damit alles realistisch aussieht und bei der Rettung die Hand vor Augen nicht auszumachen ist, wird eine Nebelmaschine in Stellung gebracht. Das Ganze sieht für Außenstehende nach einer schlimmen Katastrophe aus.

Trotz des Übungscharakters gingen die 30 Einsatzkräfte am Ort des Geschehens mit dem nötigen Ernst und der bekannten Sorgfalt vor. Unterstützung erhielt die Voltlager Wehr aus Merzen. Ortsbrandmeister Martin Kornhage war mit der Wärmebildkamera im Einsatz, um die im Haus Vermissten aufzuspüren. Die Darsteller wurden schließlich mit der Trage ins Freie gebracht.

Zwei Stunden später sind alle Verletzten gerettet, bei der anschließenden Bewertung der Abläufe gibt es für die Voltlager Retter gute Noten und einige Hinweise.