Preis für Tellen Maschinenbau „Ausbilder des Jahres“ kommt aus Alfhausen

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Auf dem Ilek-Unternehmertag in Merzen wurde das Alfhausener Unternehmen Tellen Maschinenbau zum „Ausbilder des Jahres“ gekürt. Firmenchef Bernd Tellen nahm die Auszeichnung mit Ehefrau Hildegard (rechts) und Tochter Lisa Kenning (links) entgegen. Foto: Martin SchmitzAuf dem Ilek-Unternehmertag in Merzen wurde das Alfhausener Unternehmen Tellen Maschinenbau zum „Ausbilder des Jahres“ gekürt. Firmenchef Bernd Tellen nahm die Auszeichnung mit Ehefrau Hildegard (rechts) und Tochter Lisa Kenning (links) entgegen. Foto: Martin Schmitz

ms Merzen/Alfhausen. Was macht einen guten Lehrmeister aus? Die Freude daran, etwas an junge Leute weiterzugeben und sie in Wissen und Erfahrung wachsen zu sehen, sagt Bernd Tellen aus Alfhausen. Sein Maschinenbau-Unternehmen wurde auf dem Unternehmertag in Merzen als „Ausbilder des Jahres“ ausgezeichnet.

Das Unternehmen Tellen ist spezialisiert auf Automatisierung in der Produktion , baut in Alfhausen Maschinen in Einzelanfertigung für industrielle Großkunden und Mittelständler. Fast jeder Fünfte der 80 Mitarbeiter ist ein Auszubildender. Drei Meister im Unternehmen sind ihre festen Ansprechpartner, es gibt eine Werkschule und Weiterbildungsangebote im Unternehmen. Es gibt sogar Maschinenbau-Projekte, die die Lehrlinge ganz und gar eigenständig planen und bearbeiten, einen großen Lastenheber etwa, zeigte ein eigens zur Preisvergabe angefertigter Film den Besuchern des Unternehmertages. Viele haben das Unternehmen schon aus eigener Anschauung kennengelernt, lange bevor sie ihre Lehre hier starteten.

Tellen arbeitet mit den Oberschulen in Ankum und Bersenbrück zusammen. Bis zu ihrer Auflösung war das Unternehmen auch Partner der Hauptschule Alfhausen. Bei einem Besuch des niedersächsischen Wirtschaftsministers Olaf Lies in seinem Betrieb machte sich Bernd Tellen kürzlich für die Aufwertung des Facharbeiterberufes stark. Dass es auf dem Arbeitsmarkt zwar viele Akademiker gibt, aber zu wenig Facharbeiter, klang auf diesem Unternehmertag an unterschiedlicher Stelle an.

Bernd Tellen habe nicht gewartet, bis die demografische Entwicklung als Facharbeitermangel in den Unternehmen ankam, begründet Thomas Kohne die Entscheidung der Jury. Er habe rechtzeitig eine eigene Personalentwicklung gestartet.

„Über Facharbeitermangel wird viel gesprochen“, erwiderte Bernd Tellen auf Kohne. Doch Ausbildung sei kein Selbstläufer, ein guter Ausbilder müsse „junge Leute für Technik begeistern“ können.

Mehr noch: Ein Ausbilder müsse „Freude daran haben, sein Wissen an junge Menschen weiterzugeben“, sagt Bernd Tellen. Er müsse auch Freude daran haben, das, was er seinen Schützlingen an Wissen und Können mit auf den Weg gibt, wachsen zu sehen, zu erleben, wie ein Einsteiger in Beruf und Unternehmen hineinwächst.

Dass Bernd Tellen diese Prinzipien lebt, zeigt sich in der eigenen Familie. Tochter Lisa Kenning und Sohn Johannes haben ihren Platz und ihre Aufgaben im Unternehmen gefunden.


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