32 Lieder zur Wiederbelebung Treffen der Feuerwehrfrauen im Altkreis Bersenbrück

Von Bjoern Thienenkamp

Feuerwehrfrauen aus dem Altkreis Bersenbrück trafen sich in Neuenkirchen. Foto: Björn ThienenkampFeuerwehrfrauen aus dem Altkreis Bersenbrück trafen sich in Neuenkirchen. Foto: Björn Thienenkamp

Neuenkirchen. Das erste Treffen der Feuerwehrfrauen des Altkreises gab es dieser Tage im Feuerwehrhaus in Neuenkirchen. Als Referent berichtete Dennis Lindemann vom Malteser Hilfsdienst aus Alfhausen auch von 32 Liedern, die sich im Internet finden lassen und gut zur Reanimation geeignet sind.

Nun gut, ein toller Song alleine macht keinen Toten wieder lebendig, aber es hilft, wenn ein Retter ihn vor sich hin summt – und damit bei der Herzmassage neben der Drucktiefe von fünf bis sechs Zentimetern in etwa die erforderliche Frequenz von 100 pro Minute trifft.

19 Frauen der Feuerwehren Achmer, Bottorf-Borg, Engter, Gehrde, Merzen, Neuenkirchen, Rieste, Schwagstorf und Talge waren der Einladung von Stefanie Eislage gefolgt. Obwohl die 28-Jährige seit einem Jahr schon die zumindest zweite Frauenbeauftragte für den Altkreis ist, kam es so zu dem ersten Treffen einiger der insgesamt 55 Frauen. Eislage begrüßte auch ihre Kollegin für den Altkreis Osnabrück, Kristin Gödeker, sowie den Verbandsvorsitzenden Manfred Buhr, Ortsbrandmeister Berno Vorndieke und besagten Referenten.

Waren die Damen aus Merzen und Schwagstorf alleine erschienen, so waren aus Talge gleich sieben Frauen dabei, für die der Dienst in der Feuerwehr teilweise bereits seit 20 Jahren zu ihrem Alltag gehört.

Bei der Neuenkirchener Wehr sind unter den 44 Aktiven vier Frauen. „2013 hatten die Feuerwehren im Landkreis Osnabrück 3576 Mitglieder, davon 147 Frauen, gegenüber 2006 ist die Zahl um 30 gestiegen, die der Frauen aber um 55“, berichtete Berno Vorndieke von seinen Recherchen.

Und dann legte Lindemann los: „22 Prozent der Unfälle bei den Feuerwehren passieren im Einsatzgeschehen, 14 bei Übungen, jeweils zwölf bei Arbeitsdiensten und Tagen der offenen Tür, nur ein Prozent bei Versammlungen.“ Welche Gefahren gibt es am Einsatzort? „A, A, A, A ,C, E, E, E, E, also Atomar, Atemgifte, Angstreaktion, Ausbreitung, Chemie, Einsturz, Explosion, Elektrizität und Erkrankung“, listete der 21-Jährige auf. „Zu den Atemgiften zählen Gase, Brandgase, Rauch, Qualm, Dämpfe, Staub und Flocken“, erklärte der Referent aus Rieste.

„Angst führt zu Lähmung, unkontrolliertem Handeln, Überreaktion und Schock“, warnte Lindemann und verglich abschließend die Ausstattung der mitgebrachten Rettungsrucksäcke.