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Mit Wanderstab oder GPS-Gerät Über 300 kamen zum ersten Meller Wandertag


Neuenkirchen. Vom Heimathaus durch die alte Kirchhofsburg über eiszeitliche Hügel und hinunter in das Tal der Warmenau: Über 300 Wanderer genossen am Sonntag in strahlender Spätsommersonne die landschaftlichen Reize von Neuenkirchen. Am Schloss Königsbrück fand der erste Meller Wandertag am Mittag seinen gemütlichen Abschluss.

Mit Unterstützung der Stadt Melle richtete der Heimatverein Neuenkirchen die Veranstaltung aus, die auf drei Routen die Schönheit des Stadtteils erleben ließ. Bereits in der Frühe um 8.30 Uhr schnürten die ersten Wanderer für die 15 Kilometer lange Strecke die Schuhe, unter ihnen der stellvertretende Ortsbürgermeister Alfred Rehuis. Immerhin 10 Kilometer nahm Ortsbürgermeister Volker Theo Eggeling unter die Sohlen.

Sein ausdrücklicher Dank galt zum Abschluss des Wandertages dem Vorsitzenden des Heimatvereins, Wilfried Buddenbohm. „Er war der treibende Motor!“ Mit ihm griffen vor allem in den vergangenen Tagen viele Hände ehrenamtlich ins Rad. Denn die große Resonanz traf die Organisatoren völlig überraschend: „Das hat uns erst mal einen Schrecken eingejagt“, gestand Buddenbohm schmunzelnd.

Doch der Heimatverein bewältigte die Herausforderung mit Bravour und nahm zum Lohn den Wanderstab mit dem ersten Wimpel des Meller Wandertages entgegen. Wimpel und Anstecker warteten auch auf die vielen Wandergruppen, die aus allen Richtungen der Einladung nach Neuenkirchen gefolgt waren.

N52°08.138/E008°23.488: Die Koordinaten des Jibi-Marktes bildeten für 60 Teilnehmer am Morgen den Startpunkt für eine GPS-gestützte Schnitzeljagd nach Rätseln und verborgenen Logbüchern.

Karin Bohle, Ulrike Seifert und Markus Schleef organisierten die Geocaching-Tour, die über insgesamt neun Stationen zum Schloss Königsbrück führte. Würstchen und Getränke, Kaffee und Kuchen warteten dort auf die Wanderer und Geocacher. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Neuenkirchener Jagdhornbläser und der gemischte Chor Indracht Nienkerken. „Eine wirklich gelungene Auftaktveranstaltung“, lobte Eggeling.

Der Dank der Organisatoren galt der Familie von Richthofen: Sie stellte gerne das Anwesen für den Wandertag zur Verfügung, der an den Erfolg des Deutschen Wandertages im vergangenen Jahr anknüpfte. „Das Konzept ist Erfolg versprechend“, freute sich der Erste Stadtrat Marco Dreier über den guten Zuspruch. Eine Fortsetzung ist deshalb schon fest eingeplant.

Im kommenden Jahr wechselt der Wanderstab – natürlich zu Fuß – nach Riemsloh. Dann hofft der dortige Heimatverein auf ebenso viele wanderbegeisterte Teilnehmer, bevor in den Folgejahren die Veranstaltung die Runde durch die weiteren Stadtteile macht.


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