Vorgaben nicht mehr aktuell Gemeinde Neuenkirchen muss für Rathaus-Neubau Bebauungsplan ändern

Eine Sanierung und Erweiterung des Rathauses in Neuenkirchen wäre unwirtschaftlich, deshalb beschloss der Samtgemeinderat einen Neubau auf dem Grundstück an der Alten Poststraße 5-7 in Neuenkirchen. Foto: Christian Geers
Foto: Christian GeersEine Sanierung und Erweiterung des Rathauses in Neuenkirchen wäre unwirtschaftlich, deshalb beschloss der Samtgemeinderat einen Neubau auf dem Grundstück an der Alten Poststraße 5-7 in Neuenkirchen. Foto: Christian Geers Foto: Christian Geers

Neuenkirchen. Den Grundsatzbeschluss für den Neubau eines neuen Verwaltungsgebäude an der Alten Poststraße in Neuenkirchen hat der Samtgemeinderat getroffen. Die Gemeinde Neuenkirchen muss nun dafür sorgen, dass der Neubau am alten Standort in der geplanten Größe errichtet werden kann.

Dafür muss die Gemeinde Neuenkirchen den geltenden Bebauungsplan „Esch“ überarbeiten. Das dafür erforderliche Genehmigungsverfahren hat der Rat in seiner Sitzung am Dienstagabend angeschoben und den Auftrag an das Osnabrücker Planungsbüro Dehling & Twisselmann vergeben. 

(Weiterlesen: Samtgemeinde Neuenkirchen bekommt ein neues Rathaus.)

Handlungsbedarf ergab sich laut Verwaltung, weil sich die Größe des Rathauses, das nach modernen Bedürfnissen und Ansprüchen geplant werden und den Vorgängerbau aus den 1970er-Jahren ersetzen soll, nicht mit den geltenden Festsetzungen des aus dem Jahr 1969 stammenden Bebauungsplanes in Einklang bringen lässt. Die darin vorhandenen Vorgaben mit Blick auf Baugrenzen, Geschossigkeit, Traufenhöhe, Dachneigung und Farbton der Dachziegel seien veraltet, erläuterte Fachbereichsleiter Reinhold Ricke in der Zusammenkunft.

Abweichungen zulassen oder Änderung des Bebauungsplanes?

Bereits die Fachausschüsse hatten sich eingehend mit dem Thema befasst und empfohlen, die Abweichungen des geplanten Rathausgebäudes zuzulassen und zu versuchen, dafür das Einverständnis der Grundstücksnachbarn einzuholen. Das allerdings gestaltet sich offenbar schwierig: Wie Ricke mitteilte, habe ein Grundstücksanlieger mitgeteilt, dass er Einwände gegen eine dreigeschossige Bauweise und auch eine Überschreitung der Baugrenzen habe, weil er Nachteile befürchte.

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Für den Gemeinderat und den Fachbereichsleiter war die Sache damit klar: „Wir kommen um eine Anpassung nicht herum.“ Also startete der Gemeinderat die Änderung des Bebauungsplanes „Esch“ im sogenannten vereinfachten Verfahren. Die Änderungen wirkten sich nur auf einen Teil des Bebauungsplanes aus, außerdem würden die Grundzüge der Planung nicht berührt.  

Architektenwettbewerb für Neubau geplant

Den Beschluss, in Neuenkirchen an der Alten Poststraße 5-7 ein neues Rathaus zu bauen, hatte der Rat der Samtgemeinde Neuenkirchen im Juni getroffen. Er beauftragte die Verwaltung, einen Architektenwettbewerb für den rund 3,4 Millionen Euro teuren Neubau vorzubereiten. Eine Untersuchung hatte ergeben, dass eine gründliche Sanierung und Erweiterung des bestehenden Verwaltungsgebäudes nur gut 200.000 Euro günstiger wäre.


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