"Bunt statt blau" gegen Komasaufen Merzener Schülerin erhält Sonderpreis bei bundesweiter DAK-Kampagne

Von Horst Schwitalla

Mit ihrem „schillernden Papagei“ belegte Hanna Mertens in Niedersachsen Platz zehn, zu dem Nina Riedel (rechts) herzlich gratulierte. Foto: Horst SchwitallaMit ihrem „schillernden Papagei“ belegte Hanna Mertens in Niedersachsen Platz zehn, zu dem Nina Riedel (rechts) herzlich gratulierte. Foto: Horst Schwitalla

Merzen/Bersenbrück. Bei der DAK- Kampagne "Bunt statt blau" gegen Alkoholmissbrauch hat die Zehntklässlerin Hanna Mertens aus Merzen den zehnten Platz in ganz Niedersachsen belegt.

„Es ist immer wieder erstaunlich, wie kreativ und plakativ Jugendliche beim Thema Alkoholmissbrauch selbst Farbe bekennen“, kommentierte Nina Riedel, Leiterin der DAK-Gesundheit in Bersenbrück, den durchgeführten Plakatwettbewerb. Bei der Aktion, die unter dem Motto „bunt statt blau“ stand, schufen bundesweit Schülerinnen und Schüler individuelle Kunstwerke gegen das „Komasaufen“. Den erfreulichen zehnten Platz in Niedersachsen belegte Hanna Mertens aus Merzen.

Die Resonanz hat auch nach zehn Jahren nichts eingebüßt, denn rund 9000 junge Künstler beteiligten sich aktiv bei der DAK-Kampagne. „Die Plakate zeigen auf einen Blick, wie gefährlich das Rauschtrinken werden kann, wobei ein Bild mehr sagt als tausend Worte“, so der allgemeine Tenor. Bei der Übergabe der Urkunde und Preise an die 16-jährige Schülerin Hanna Mertens meinte Nina Riedel: „Komasaufen bei Jugendlichen ist eine gefährliche Tatsache, der wir gemeinsam begegnen müssen.“

Kampagne ohne erhobenen Zeigefinger

Riedel erinnerte daran, dass 2017 bundesweit 21.721 Zehn- bis 20-Jährige bei einer Gelegenheit so viel tranken, dass sie volltrunken in eine Klinik kamen. „Trinken bis der Arzt kommt, ist weder cool noch schlau. Die Kampagne setzt dagegen ein Zeichen. Sie kommt ohne erhobenen Zeigefinger aus, weil sich Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Kreativprozesses mit den negativen Folgen von Alkohol beschäftigen“, ergänzte Riedel ihre Aussagen.

„Mit dem schillernden Papagei auf meinem Plakat will ich zeigen, wie bunt alles ohne Trinken sein kann“, beschreibt Hanna Mertens ihre Idee. Mit der beeindruckenden Arbeit gewann die Schülerin aus der 10. Klasse der Marienschule Schwagstorf einen Sonderpreis. Nina Riedel fügte hinzu, dass an vielen Schulen in Niedersachsen die Präventionskampagne Teil des Unterrichts war. Seit 2010 haben bundesweit mehr als 100.000 junge Künstlerinnen und Künstler bunte Plakate gegen das Komasaufen gestaltet. Die Aktion „bunt statt blau“ wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt. In Niedersachsen ist Sozialministerin Carola Reimann Schirmherrin der Kampagne.


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