Glasfenster als Besonderheit Kapelle im Gemeinschaftshaus Merzen eingeweiht

Über die neu eingeweihte Kapelle freuen sich Pastorin Damaris Grimmsmann (von links),  Pfarrer Detlef Perk, Glasdesigner Martin Mödden und Senior-Chef Paul Voss von der Firma Voss. Foto: Nina StrakeljahnÜber die neu eingeweihte Kapelle freuen sich Pastorin Damaris Grimmsmann (von links), Pfarrer Detlef Perk, Glasdesigner Martin Mödden und Senior-Chef Paul Voss von der Firma Voss. Foto: Nina Strakeljahn

Merzen. Die Kapelle im Gemeinschaftshaus St. Franziskus in Merzen ist mit einem Gottesdienst feierlich eingeweiht worden. Damit ist das Haus nun komplett fertig gestellt, sagte Merzens Bürgermeister Gregor Schröder.

Auf den ersten Blick ist es ein buntes Fenster. Schaut man genau hin und kennt den Hintergrund, entdeckt man jedoch zahlreiche Motive. Das von Glasdesigner Martin Mödden aus Haselünne gestaltete Fenster in der Kapelle ist der Hingucker.

In abstrakter Form stellt es den Sonnengesang dar, ein Gebet des Heiligen Franziskus, in dem er die Schönheit der Schöpfung preist und Gott dafür dankt. Pfarrer Detlef Perk las diesen Lobgesang bei der Einweihung vor und schnell erkannten die Gäste die Elemente wieder. Sonne, Mond und Sterne, die Wolken und der Wind, Feuer, Wasser und Erde sowie Pflanzen und Tiere, aber auch der Tod sind zu erkennen.

Kreuze in verschiedenen Größen

Ebenfalls von Mödden gestaltet ist die Tür zur Kapelle. Sie zeigt zahlreiche Kreuze in verschiedenen Größen, erklärte Perk. Besonders wies er auf fünf kleine Kreuze hin, die die Wundmale Jesu symbolisieren, die auch Franziskus trug. Er empfahl den Gästen, beide Glaskunstwerke in Ruhe und genau zu betrachten.

Perk freute sich ebenso wie Pastorin Damaris Grimmsmann von der evangelischen Marienkirchengemeinde Ueffeln,Neuenkirchen und Merzen sowie Bürgermeister Gregor Schröder, dass es diese Kapelle im Gemeinschaftshaus nun gibt. Der Raum werde dauernd offen sein, sagte Perk. Man könne dort seine Ruhe haben, aber eben auch Gottesdienste feiern. Die Kapelle werde außerdem ökumenisch genutzt. Für Grimmsmann war es auch deshalb etwas Besonderes dabei zu sein, weil es ihre erste Kapelleneinweihung war. 

Gemeinschaftshaus fertig gestellt

Für die Kapelle hatte sich auch Schröder eingesetzt. "Alle sollen sich wiederfinden", sagte er. Mit der Einweihung sei nun das Gemeinschaftshaus fertig gestellt.

Während die Glaselemente ganz neu sind, wurden Tabernakel und Altar aus der St.-Aloysius-Kapelle im Schwesternhaus übernommen. Auch zwei Kerzenständer stammen dorther. Der Konvent war im vergangenen Jahr aufgelöst worden. Zur Einweihung der neuen Kapelle waren auch Schwester M. Gerburg und Schwester M. Ortrud gekommen, die bis 2018 im Konvent lebten.

Tabernakel und Altar wurden von der Firma Voss restauriert. In dem gleichen Design bauten sie außerdem einen Ambo. Diese drei Gegenstände weihte Perk im Gottesdienst. Sie würden gut in die Kapelle passen, fand der Pfarrer.

Die Kapelle im Gemeinschaftsraum kann nach der Einweihung nun genutzt werden.


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