"Wie lange wird's wohl reichen?" Neuenkirchener Kinderkrippe St. Christophorus feiert Richtfest

Außer den Kindern und ihren Erzieherinnen freuten sich auch Vertreter der Gemeinde als Bauherrin und der Katholischen Kirche als Trägerin über die Richtkrone. Foto. Ulrike HavermeyerAußer den Kindern und ihren Erzieherinnen freuten sich auch Vertreter der Gemeinde als Bauherrin und der Katholischen Kirche als Trägerin über die Richtkrone. Foto. Ulrike Havermeyer

Neuenkirchen. Für die Mädchen und Jungen der Kinderkrippe St. Christophorus hält dieser Nachmittag das nächste Kapitel ihrer spannenden Baustelle-Geschichte bereit: Viele Erwachsene sind gekommen. Reden werden gehalten. Und am Ende flattert ein Richtkranz hoch oben im Gebälk.

Mit leuchtend gelben Schutzhelmen ausgestattet – eigens von der Firma Tuchel Maschinenbau aus Salzbergen gespendet – stapfen die Kleinen durch die Pfützen, die der Regen auf dem Betonboden des Krippenanbaus hinterlassen hat. Die Jüngsten von ihnen können noch gar nicht laufen und werden auf den Armen ihrer Erzieherinnen zum lange ersehnten Richtfest getragen. Seit Oktober vergangenen Jahres erleben hier alle hautnah mit, wie das Abenteuer Baustelle langsam aber sicher voranschreitet. 


"Jetzt bist Du der Chef" - der kleine Thommy Schuster darf den Kran mit der Richtkrone fernsteuern. Foto: Ulrike Havermeyer


Zwei Gruppenräume, zwei Abstell-, zwei Sanitär- und zwei Ruheräume haben die Handwerker gebaut, außerdem einen riesigen Bewegungsraum. Ungefähr 550 Quadratmeter mehr Platz sei so entstanden, sagt Bauleiter Thomas Burger. Etwa eine Million Euro wird der ganze Spaß die Erwachsenen kosten. Auch Pfarrer Detlef Perk ist gekommen, blickt über die Baustelle und seufzt mit einem Schmunzeln im Gesicht: "Wie lange wird's wohl reichen?" Denn wenn wie geplant im August alles fertig ist, dann werden die Krippenkinder viele neue Spielkameraden begrüßen können. Und möglicherweise werden auch noch weitere Eltern ihren Nachwuchs in der St.-Christophorus-Krippe anmelden, sodass es irgendwann neuerlich eng werden könnte.

Etwas weiter nach links! Bürgermeister Vitus Buntenkötter und Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay dirigieren das Ausrichten der Krone. Foto. Ulrike Havermeyer


"Je nach Altersstruktur besteht eine Krippengruppe aus zwölf bis 15 Kindern", erklärt Leiterin Daniela Krelage. Die erweiterte Einrichtung biete somit Platz für maximal 60 Kinder. Während die Erwachsenen über die Zukunft orakeln, fragen sich die Kleinen, was wohl aus der aus duftigen Buchsbaumbüscheln gebundenen Richtkrone werden soll. Doch da dirigiert auch schon Zimmermann Manfred Steinemann den Ausleger des Krans hoch über der Baustelle heran. 

Zimmermann Manfred Steinemann richtet die Krone aus. Foto: Ulrike Havermeyer


Die Spannung steigt, als einer der Bauarbeiter auf den dreijährigen Thommy Schuster zugeht und ihm die Fernbedienung in die Hand legt: "Jetzt bist du der Chef", sagt er und zeigt, auf welchen Knopf Thommy drücken muss, damit der Kran die Richtkrone auf das Dach hievt. Die Erwachsenen nicken stolz, die Kinder singen "Wer will fleißige Handwerker sehn". Und so endet ein weiteres Kapitel der St.-Christophorus-Baustellen-Geschichte, dem bis zum Happy End noch einige weitere hinzugefügt werden dürften.



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