Diskussionsabend Landwirtschaftsministerin wirbt in Merzen für mehr Vertrauen

Über die Ziele ihrer Politik tauschte sich Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (Zweite von links) in Merzen aus. Bürgermeister Gregor Schröder, Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay und CDU-Kreisvorsitzender Christian Calderone (von links) hießen sie willkommen. Foto: CDUÜber die Ziele ihrer Politik tauschte sich Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (Zweite von links) in Merzen aus. Bürgermeister Gregor Schröder, Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay und CDU-Kreisvorsitzender Christian Calderone (von links) hießen sie willkommen. Foto: CDU
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Merzen. Einen Appell an alle Verbraucher und Landwirte der Region hat Niedersachsens Agrar- und Verbraucherschutzministerin Barbara Otte-Kinast an rund hundert Zuhörer in Merzen gerichtet. Ihr Thema: die Partnerschaft zwischen Verbrauchern und Landwirten stärken.

Bei einem Besuch in Merzen auf Einladung des CDU-Kreisverbandes hat sich die niedersächsische Landwirtschaftsministerin für ein vertrauensbildendes Maßnahmenpaket ausgesprochen. Barbara Otte-Kinast, selbst praktizierende Landwirtin und ehemalige Vorsitzende des Landfrauenverbandes Niedersachsen, hob laut CDU-Pressemitteilung die besondere Bedeutung einer praktizierten Partnerschaft zwischen Landwirten und Verbrauchern hervor.

Landwirte und Verbraucher nicht gegeneinander ausspielen

Aktuell würden Landwirte und Verbraucher zu oft gegeneinander ausgespielt. Dieses sei aber der falsche Denkansatz. Kein Landwirt habe kein Interesse daran, minderwertige Nahrungsmittel zu erzeugen. Ebensowenig ginge es Verbrauchern darum, möglichst zum Nulltarif hochwertige Produkte zu erhalten. Es müsse aber deutlich werden, dass artgerechte und auch ethisch vertretbare Lebensverhältnisse der Tiere ihren Preis hätten. In diesem Zusammenhang warb Otte-Kinast für eine neue Partnerschaft zwischen Verbrauchern und Landwirten, bei der es darum gehe, sich gegenseitig zu vertrauen.

Das niedersächsische Agrarministerium hat nach den Worten von Otte-Kinast schon vieles auf den Weg gebracht. So dürfe es solche Bilder, wie sie zuletzt aus einigen Schlachthöfen Niedersachsens zu sehen waren, nie wieder geben. Hier stehe man auch in einer Verantwortung dem Tier gegenüber. Auch wenn Niedersachsen mit einem Produktionswert von 11,9 Milliarden Euro das Agrarland Nummer eins in Deutschland sei, übernehme man mit der Produktion und Erzeugung von Nahrungsmitteln auch eine Verantwortung. Dies sähen auch die fast 40.000 landwirtschaftlichen Betriebe und damit zusammenhängende Produktions- und Zulieferermärkte so, in denen rund eine halbe Million Menschen in Lohn und Brot stünden.

Ländliche Räume weiter entwickeln

Weiterhin gehöre die Entwicklung der ländlichen Räume als ein wichtiges Ziel zur niedersächsischen Agrarpolitik. Der ländliche Raum stelle mit seinen vielseitigen Aufgabenstellungen und regionalen Eigenheiten hohe Ansprüche an alle, die sich mit der nachhaltigen Entwicklung der ländlichen Räume befassten. Um dieses zu unterstützen, stelle das Land Niedersachsen diverse Programme, Fördermöglichkeiten und Planungsinstrumente zur Verfügung. In der anschließenden Diskussion mit den Zuhörern wurden thematisch sowohl die Lebensmittelsicherheit, Wald- und Flurverordnungen, aber auch die Ausweisung von FFH-Gebieten und die Energiewirtschaft behandelt.

„Eine gelungene Veranstaltung“, wird CDU-Kreisvorsitzender Christian Calderone in der Mitteilung zitiert. Die CDU kündigt an, ihre Veranstaltungsreihe „Frag´den Minister“ in den nächsten Monaten weiter fortzusetzen.


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