Neues Gebüsch soll Schutz bieten Jägerschaft Merzen-Lechtrup legt Rückzuggebiet für Tiere an

Von Martin Heimbrock

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In der Nähe des Merzener Wohngebiets „Am Kapellenweg“ hat die Jägerschaft Merzen-Lechtrup ein Rückzugsgebiet für heimisches Wild angelegt. Grundbesitzer Horst Krehe (Vierter von rechts) stellte die Naturfläche zur Verfügung. Foto: Martin HeimbrockIn der Nähe des Merzener Wohngebiets „Am Kapellenweg“ hat die Jägerschaft Merzen-Lechtrup ein Rückzugsgebiet für heimisches Wild angelegt. Grundbesitzer Horst Krehe (Vierter von rechts) stellte die Naturfläche zur Verfügung. Foto: Martin Heimbrock

Merzen. Mit der Schaffung sowie dem Erhalt verschiedener Schutzräume für heimisches Wild macht die Jägerschaft Merzen-Lechtrup alljährlich im Rahmen einer Naturschutzaktion auf sich aufmerksam. In diesem Jahr gestalteten die Naturfreunde ein Rückzugsgebiet in der Nähe des Kapellenwegs am Ortsrand von Merzen.

Buchen, Eichen, Schlehe, Hundsrosen, Hasel – einen Mix aus verschiedenen Setzlingen hatten die Mitglieder der Merzener Jägerschaft besorgt, um diese auf dem Zweitausend Quadratmeter großen Areal in direkter Nachbarschaft zu einem Waldstück anzulegen. „Zur Vermeidung von Bissschäden durch Rehwild, Kaninchen oder anderen Tieren ist die Fläche zunächst eingezäunt“, erklärt Markus Brüwer die Einfriedung der Schutzfläche mittels mannshohem Maschendrahtzaun. 

Zaun wird nach fünf Jahren entfernt

Auch wenn Fasane und Rebhühner diese Einzäunung jetzt schon überfliegen könnten, werde der Zaun nach etwa fünf Jahren wieder entfernt, damit auch das Niederwild wie beispielsweise Kaninchen und Füchse sich in das Schutzgebiet zurückziehen könnten. Dann, wenn die nun gesetzten Pflanzen entsprechend an- und ausgewachsen sind, bietet das zu dem Zeitpunkt entstandene Gebüsch ausreichend Schutz in einer Fläche, die von einer Seite von Wald, von den anderen Seiten von Dauergrünland – meist Wiesen, teils Äcker – umgeben ist.

Bei der Pflanzaktion der Jägerschaft Merzen-Lechtrup war voller Einsatz gefordert. Foto: Martin Heimbrock


Gelegen ist das Areal gegenüber dem Baugebiet „Am Kapellenweg“, welches im Grundbuch namentlich mit dem Hof Möllenkremer verbunden ist. Zum heutigen Hof Krehe-Nöhring, der im 19. Jahrhundert einst von der Familie Möllenkremer bewirtschaftet wurde, gehört das nun geschaffene Rückzugsgebiet, zu dem auch die angrenzende Waldfläche gehört, die sich bis zum Hof Krehe-Nöhring erstreckt. Auch Horst Krehe beteiligte sich als heutiger Besitzer dieses Hofes an der Schutzaktion, in dem er nicht nur aktiv mit anpackte, sondern die aktiven Jäger mit Getränken versorgte.

Für Spaziergänger und freilaufende Hunde tabu

Wichtig sei, betonten die Mitglieder der Jägerschaft, dass die erschaffene Fläche nicht von Menschen bewusst angesteuert werde. Eine andere Fläche, die die Merzener Jäger im vergangenen Jahr renaturiert hatten, musste nach einer Entfernung der Einfriedung erneut eingezäunt werden, weil Mensch und Haustier –meist Hunde – die Fläche als Erholungsort aufgesucht und dabei insbesondere das Niederwild verscheucht hatten.

Auch Enkel und Großvater packen mit an

Dass es sich bei dem Einsatz der Jäger um eine Generationen übergreifende Angelegenheit handelt, wurde bei der Pflanzaktion durch Familie Lammers verdeutlicht, die mit insgesamt drei Generationen an der Naturschutzaktion beteiligt war. Während Enkel Timon Lammers unter Anleitung von Vater Maik Lammers die jungen Pflanzen in die frisch ausgehobenen Erdlöcher einsetzte, schüttete Großvater Helmut Lammers mit einer Schaufel die frisch eingesetzten Pflanzlinge mit Erde wieder an. 


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