Regenkanalisation in Lintern defekt Unerwünschte „Wasserquelle“ in Neuenkirchen

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Neuenkirchen. Wenn es im Neuenkirchener Ortsteil Lintern aufhört zu regnen, läuft das Oberflächenwasser an der Straße Bur noch munter weiter auf den Hof von August Hemmelgarn. Seit zwei Jahren ärgert sich der Landwirt darüber, jetzt signalisiert die Gemeinde Neuenkirchen endlich Abhilfe.

„Der Zug der Regenwasserkanalisation ist dicht, die machen seit zwei Jahren nichts dagegen“, erzählt August Hemmelgarn. Zahlreiche Telefonate und Gespräche habe es gegeben, passiert sei bisher nichts. Zumindest hätten am Nikolaustag des vergangenen Jahres zwei Bauhofmitarbeiter die Situation angesehen, seien aber unverrichteter Dinge wieder weggefahren.

Auch für Laien ist erkennbar, dass der sich neben der Grundstückseinfahrt befindliche Abwasserschacht nicht das ankommende Wasser aufnimmt, sondern bei entsprechendem Niederschlag abgibt. Dabei liegt der Schacht so tief, dass das dann austretende Wasser nicht in die dafür vorgesehene Rinne am Rand der Gemeindestraße läuft, sondern sich schließlich den einfachsten Weg auf die Hofeinfahrt von August Hemmelgarn bahnt.

Dirk Boguhn: Sind uns des Problems bewusst

„Das ist mittlerweile nicht mehr witzig, der Hof ist bereits ziemlich aufgeweicht, zudem erreicht das verschmutzte Wasser mittlerweile den hauseigenen Brunnen“, so August Hemmelgarn. Diesen werde er übrigens kurzfristig überprüfen lassen, so der Landwirt. Das Problem bestehe bereits seit mehr als zwei Jahren. Nach einer aktuellen Baumaßnahme bei einem oberhalb liegenden Anwohner habe sich die Wassermenge zudem deutlich erhört, so Hemmelgarn.

„Wir sind uns des Problems bewusst“, sagt Dirk Boguhn, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen und Umwelt der Samtgemeinde Neuenkirchen auf Nachfrage. Seit drei Jahren seien sie an dem Thema dran. Der Regenkanal sei auf der gesamten Straßenlänge problematisch. Bisher gebe es noch keine adäquate Lösung. „Es geht dabei nicht nur um Wasser, was von unseren Straßenflächen anfällt“, so Boguhn.

Gemeinde strebt Gesamtlösung an

Tatsächlich scheinen oberhalb des Hofes Hemmelgarn noch einige Fragen der Oberflächenentwässerung zu klären zu sein. Dazu gehört wohl auch die erwähnte Neubaumaßnahme in unmittelbarer Nachbarschaft des Hofes Hemmelgarn sowie Kanalprobleme im oberen Bereich der Straße Bur.

„Wir hoffen, dass es zu einer Gesamtlösung kommt“, betont Dirk Boguhn. Ein Unternehmen sei bereits mit der Arbeit in dem Bereich beauftragt. Um voranzukommen, würden kurzfristig bereits erste Sondierungsarbeiten beginnen, so der für Straßenmanagement, Erschließung, Umwelt, Natur und Landschaft verantwortliche Mitarbeiter der Samtgemeinde.

Müssen die Anlieger zahlen?

Wenn es sich jetzt um eine reine Sanierungsmaßnahme handele, kämen auf die Anlieger keine Kosten zu, sagte Dirk Boguhn. Sofern neue Dimensionen der Leitungen erforderlich seien, gelte erst einmal das Verursacherprinzip. Jeder Eigentümer sei schließlich verantwortlich, dass das Oberflächenwasser seiner Flächen schadlos abgeleitet werde, stellte er fest.

Wie es an der Straße im Ortsteil Lintern jetzt weitergeht, bleibt abzuwarten. Sobald es die Witterung zulässt und die ersten Sondierungsarbeiten durchgeführt werden, dürfte August Hemmelgarn genauer wissen, wie die unerwünschte Wasserquelle neben seiner Hofeinfahrt zum Versiegen gebracht werden kann.


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