Einstimmiges Votum Merzener Gemeinderat will kein Geld für Straßenkataster ausgeben

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Die Unterhaltung ihres Straßen- und Wegenetzes kostet die Gemeinde Merzen jedes Jahr viel Geld. Symbolfoto: Christian Geers/ArchivDie Unterhaltung ihres Straßen- und Wegenetzes kostet die Gemeinde Merzen jedes Jahr viel Geld. Symbolfoto: Christian Geers/Archiv

Merzen. Es bleibt dabei: Die Gemeinde Merzen wird kein Geld für ein Straßenkataster ausgeben. Einstimmig folgte der Rat in seiner jüngsten Sitzung einer Empfehlung des Wegeausschusses.

„Eine reine Bestandserfassung hilft uns nicht weiter“, sagte Bürgermeister Gregor Schröder in der Ratssitzung . Das Geld für ein Wirtschaftswegekonzept – nach seinen Angaben würde es zwischen 35.000 und 40.000 Euro kosten – könne die Gemeinde besser in die Sanierung stecken. Außerdem sei der Buchwert der Straßen und Wege bereits bei der Einführung der kaufmännischen Buchführung für die Kommunen erfasst worden.

Ergebnisse fließen in Prioritätenliste ein

Im Oktober hatte die Firma Ge-Komm aus Melle allen Räten in der Samtgemeinde Neuenkirchen ein Wirtschaftswegekonzept vorgestellt. Die Ingenieure erfassten und dokumentierten den baulichen Zustand der Straßen und Wege und schauten auch darauf, welche Funktion ihnen zukomme, ob sie reine Anliegerstraßen ohne Schwerverkehr seien oder ob sie als Wirtschaftswege zum Beispiel dem landwirtschaftlichen Verkehr dienten. Alle diese Daten würden schließlich in eine Prioritätenliste einfließen. Anhand dieser Übersicht könnte eine Kommune dann für mehrere Jahre im Voraus erforderliche Sanierungen planen und entsprechende Finanzmittel im Etat berücksichtigen.

Straßen- und Wegenetz in Merzen 156 Kilometer lang

Kämmerer Andreas Lanwert riet dem Gemeinderat, das Thema Wirtschaftswegekonzept „nicht ganz beiseitezuschieben“. Zwar sei bei der Einführung der Doppik eine „buchmäßige Inventur“ vorgenommen worden. Allerdings könne es bei der Prüfung der Jahresrechnungen des kommunalen Haushalts durchaus mal ein Thema werden, so Lanwert. Der Gemeinde Merzen gehören nach eigenen Angaben Straße und Wege mit einer Länge von rund 156 Kilometern, für deren Unterhaltung sie zuständig ist


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