Toilette ist kein Müllschlucker Wasserverband Bersenbrück ärgert sich über Feuchttücher

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Die Nutzung von Feuchttüchern und die unsachgemäße Nutzung der Toilette sind sowohl unter ökologischen als auch unter Kosten-Gesichtspunkten schlecht und ganz einfach zu vermeiden. Foto: Wasserverband BersenbrückDie Nutzung von Feuchttüchern und die unsachgemäße Nutzung der Toilette sind sowohl unter ökologischen als auch unter Kosten-Gesichtspunkten schlecht und ganz einfach zu vermeiden. Foto: Wasserverband Bersenbrück

Altkreis Bersenbrück. Der Wasserverband Bersenbrück ärgert sich über in die Toiletten geworfene Feuchttücher und andere Abfälle. Sie verursachten für Pumpen, in den Kanälen und auf den Kläranlagen viel Ärger, Arbeit und unnötige Kosten für alle Verbraucher, fordert er mehr Achtsamkeit von den Verbrauchern.

Waren Feuchttücher vor Jahren noch im Einsatz, um Babypopos zu säubern, würden sie heute in der Gesichtspflege, der Haushaltsreinigung und als Hygienetücher für unterwegs verwendet, heißt es in einer Mitteilung des Wasserverbands Bersenbrück. Feuchttücher seien bis auf wenige Ausnahmen reißfest. Das liege in der Regel an der Materialmischung aus Viskose und Chemiefasern.

Fasern lösen sich nicht auf

Egal ob für den Baby-Po oder den Eigenbedarf: Feuchte Kosmetiktücher und feuchtes Toilettenpapier gehören nicht in die Toilette, sondern in die Restmülltonne. Wenn die Feuchttücher nicht wie Toilettenpapier zerfallen, verstopfen sie die Pumpen in der Kanalisation. Dass nicht alle Bürger das beherzigen, erlebten die Mitarbeiter der Kläranlagen bei Störmeldungen, beklagt der Wasserverband. In den vergangenen Wochen seien regelmäßig Ausfälle von Pumpwerken in der Samtgemeinde und der Stadt Bersenbrück gemeldet. Mehr als zwei Stunden seien die Mitarbeiter des Abwasserbetriebes dann mit der Wieder-Instandsetzung der Pumpen beschäftigt. Und das natürlich auch nachts. Das Problem: Die Fasern der Feuchttücher lösen sich im Gegensatz zu normalem Toilettenpapier nicht im Wasser auf, es kommt zu Verzopfungen, die wiederum zu Verstopfungen in den Pumpwerken führen.

Gedankenloses Wegschmeißen kostet alle Kunden Geld

Für die Mitarbeiter wird es dann sehr unangenehm. Sie müssen die Pumpe abstellen und öffnen, um das schmutzige Geflecht per Hand zu entfernen. „Bei uns wird das vermehrt zu einem Problem“, berichtet Abwassermeister Dirk Eilermann, „das zurzeit wieder deutlich zugenommen hat. Uns kostet es Zeit und Nerven und den Kunden kostet es Geld.“ Die Toilette sei kein Abfalleimer, betont der Abwasserexperte. Der Gang zum Mülleimer dagegen ein kleiner Schritt, der viel bewirken könne.

Zur Schonung des eigenen Geldbeutels und zum Schutz der Schmutzwasserkanäle, der Pumpwerke und Kläranlagen gehören keine Textilien, Feuchttücher, feste Gegenstände, Speisereste oder Fette in die Toilette.


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