Auftrag an Verwaltung Gemeinde Merzen will sich Fremdnutzung von Wegerändern genauer ansehen

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Ohne Wildblüten keine Insekten, und ohne Insekten keine Singvögel. Wer Blühstreifen an den Wegen und Straßen anlegt, hilft der Natur. Symbolfoto: Ulrike Havermeyer/ArchivOhne Wildblüten keine Insekten, und ohne Insekten keine Singvögel. Wer Blühstreifen an den Wegen und Straßen anlegt, hilft der Natur. Symbolfoto: Ulrike Havermeyer/Archiv

Merzen. Auch die Gemeinde Merzen will bei der Fremdnutzung der Seitenränder an Straßen und Wegen in ihrem Eigentum nicht länger wegsehen. Wo Grenzen nicht eingehalten würden, sollen die Verursacher direkt angesprochen werden. Doch zunächst solle die Gemeinde das Ausmaß genau ermitteln, beschloss der Wegeausschuss.

Auch die Gemeinde Merzen will bei der Fremdnutzung der Seitenränder an Straßen und Wegen in ihrem Eigentum nicht länger wegsehen. Wo Grenzen nicht eingehalten würden, sollten die Verursacher direkt angesprochen werden. Doch zunächst müsse die Gemeinde das Ausmaß genau ermitteln, beschloss der Wegeausschuss.

Merzen verfügt über 156 Kilometer Straßen und Wege

Nach den Worten seines Vorsitzenden Christof Büscher (CDU) wird auch die Flächenpotenzialanalyse des Forsthofs Artland die Grundlage für die Auswertung sein. Diese Erhebung gebe einen ersten Überblick und bilde die Grundlage für die Mitarbeiter des Fachbereichs Bauen in der Neuenkirchener Samtgemeindeverwaltung, Flurstücke und Grundstücksverläufe entlang der 156 Kilometer langen Wege und Straßen zu ermitteln. Zuvor hatten bereits der Bauausschuss der Samtgemeinde Neuenkirchen und der Voltlager Gemeinderat beschossen, so zu verfahren ).

Eindeutige Überschreitungen sofort klären

„Das allerdings wird dauern“, stellte Büscher klar, dass von heute auf morgen ein Ergebnis nicht zu erwarten sei. Dennoch müsse die Gemeinde feststellen, wo und in welchem Ausmaß kommunale Wegeseitenränder fremdgenutzt würden. „Für die vorhandene Studie haben wir Geld bezahlt“, sagte er. Es sei nicht zu vertreten, die Daten nicht zu nutzen. Seiner Einschätzung nach seien die Grenzverletzungen überschaubar, „aber wir müssen deutlich sagen, dass das so nicht geht“. Er schlug vor, eindeutige Fälle umgehend in einem Gespräch mit den Verursachern zu klären. Ansonsten gelte es, die Untersuchung der Verwaltung abzuwarten.

Unklare Grenzverläufe

„Da gibt es nichts zu beschönigen: Es wird oft nicht richtig gepflügt“, ergänzte Bürgermeister Gregor Schröder. Grenzen seien einzuhalten, allerdings sei in einigen Fällen nicht alles so eindeutig, wie es den Anschein habe. Grund dafür seien Grundstücksgrenzen, die auf den ersten Blick nicht ganz klar seien. Georg Weglage (CDU) wünschte sich, „dass nicht immer wieder alte Kamellen aufgewärmt werden“. Er bezog sich auf solche Fälle, die längst geklärt seien, aber immer wieder in die Diskussion eingebracht würden.

Büscher: Verhalten einzelner Landwirte fällt auf alle zurück

Bernhard Burbank (CDU) hielt den Weg, die Grundstücksgrenzen von der Verwaltung überprüfen zu lassen und Verursacher direkt anzusprechen, für den richtigen. Das sah auch Ronald Hülsmann (Bündnis 90/Die Grünen) so: „Wenn immer wieder darüber geredet wird, löst sich das Problem.“ Er sei überzeugt, dass es nur wenige schwarze Schafe unter den Landwirten gebe, die über Ackergrenzen hinauspflügten. „Aber deren Verhalten fällt auf alle anderen zurück“, merkte Christof Büscher, selbst Landwirt, an.


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