Grüne sehen Handlungsbedarf Wegerandstreifen Thema im Neuenkirchener Bauausschuss

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Wegerandstreifen sind in der kommenden Woche Thema in der Sitzung des Bauausschusses. Beispiele wie dieser Acker in Plaggenschale sind Auslöser der Diskussion. Foto: GrüneWegerandstreifen sind in der kommenden Woche Thema in der Sitzung des Bauausschusses. Beispiele wie dieser Acker in Plaggenschale sind Auslöser der Diskussion. Foto: Grüne

Neuenkirchen/Merzen. Nicht nur mit der Einstiegsberatung zum Klimaschutz und der Unterhaltung von Gemeindeverbindungswegen muss sich der Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt der Samtgemeinde Neuenkirchen kommende Woche befassen. Thematisiert werden auch die Ackerrandstreifen.

Mehr als zehn Hektar fremdgenutzte Wegeseitenränder in Neuenkirchen, 8,6 Hektar in Merzen und mehr als fünf Hektar in Voltlage – so sieht aus Sicht der Grünen die Summe der widerrechtlich genutzten Flächen in der Samtgemeinde Neuenkirchen aus.

Problem der Umsetzung

Sie sehen Probleme bei der Umsetzung der Rückgewinnung von „fremdgenutzten Flächen“, wie Josef Klausing es im Antrag an die Samtgemeindebürgermeisterin formuliert. Oftmals bestünden seitens der Landwirtschaft Zweifel über den Verlauf der Grenzen, zudem sehe die Landwirtschaft oft die Gemeinde zur Pflege der Seitenränder in der Pflicht.

Zur Vorgeschichte: Im Zusammenhang mit dem Ilek-Projekt „Wegerandstreifen“ hat die Samtgemeinde Neuenkirchen zusammen mit den Mitgliedsgemeinden Merzen, Neuenkirchen und Voltlage eine Flächenpotenzialanalyse erstellt. Der Forsthof Artland GmbH hat im Jahr 2016 die Wegeränder an Gemeindeverbindungsstraßen untersucht und eine sogenannte Potenzialanalyse erstellt.

55 Kilometer Wege

Das Wegenetz der im Eigentum der Samtgemeinde Neuenkirchen liegenden Straßen beläuft sich auf etwa 55 Kilometer Länge. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass insgesamt 43 Teilflächen fremdgenutzt werden. Auf der Grundlage der Analyse werden derzeit vom Bauamt der Samtgemeinde die konkreten Grundstücksflächen und Eigentümer ermittelt.

„Es besteht also Handlungsbedarf, die stockende Umsetzung anzugehen“, heißt es im Antrag von Josef Klausing, der diesen Punkt auf die Tagesordnung des Bauausschusses gesetzt haben möchte. Zwar seien bei der Untersuchung einige neuere Wege nicht berücksichtigt, doch gelte es jetzt, sowohl die Sicherheitsabstände zu den Fahrbahnen wiederherzustellen, als auch den Naturschutz zur Geltung zu bringen.


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