Anekdoten, Lieder und viel Plattdüsk Gute Unterhaltung beim Seniorennachmittag in Merzen

Von Burkhard Dräger

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bdr Merzen. Der Seniorennachmittag der Samtgemeinde Neuenkirchen ist inzwischen aus dem Dorfleben nicht mehr wegzudenken. Es gibt ihn seit 20 Jahren – und er ist so beliebt wie eh und je.

Mehr als 160 Senioren aus Merzen, Neuenkirchen und Voltlage hieß Heiner Brinkmann in Merzen willkommen. Der Vorsitzende des Heimatvereins Merzen führte durch das Programm des Nachmittags. Zum 20. Mal jährte sich der Seniorennachmittag. Den ersten gab es im Oktober 1998 im Marienstift Schwagstorf, seither findet er abwechselnd in Merzen, Neuenkirchen und Voltlage statt. Auf die vergangenen zwei Jahrzehnte blickte Maria Kempe, ehemalige Sprecherin der Caritas-Seniorengruppe Merzen, zurück. Sie erinnerte daran, dass die erste Veranstaltung dieser Art damals gemeinsam mit Pfarrer Heinrich Bernhard Kraienhorst ins Leben gerufen worden sei.

Plattdeutsch-AG der Grundschule auf der Bühne

In diesem Jahr hatten „Die kleinen Hilfen“ die Organisation übernommen und ein tolles Programm zusammengestellt mit einem Schwerpunkt auf der Pflege der plattdeutschen Sprache. Die Plattdeutsch-AG der Grundschule unter Leitung von Irmgard Brinkmann startete unter dem Slogan „Platt is cool!“ und begann mit dem Lied „Moin, moin, leve Lüüd“, unterstützt von den Heimatmusikanten, die die Veranstaltung musikalisch begleiteten. Und immer wieder forderten sie die Gäste zum Mitsingen auf, ob beim „Holskenlied“ auf Platt oder bei „Freut euch des Lebens“, „Hoch auf dem gelben Wagen“ und weiteren eingängigen Liedern. Die Plattdeutsch-AG erweiterte ihr Programm mit plattdeutschen Sketchen und Geschichten aus Schule und Familie. Die Gäste waren begeistert von dem, was die Kinder vortrugen.

Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay freute sich, dass viele Senioren gekommen waren. Das zeige, wie sehr alle Gemeinden in der Samtgemeinde zusammenhielten und dass sich die Senioren hier wohlfühlten. Ganz besonders aber lobte sie „Die kleinen Hilfen“, die mit dafür gesorgt hätten, dass auch vieles für die Senioren angeboten wird.

Wie Ägypten nach Lintern kommt

Danach eroberten mit Maria Büscher und Maria Hüllemeyer zwei Spinnerinnen mit ihren Anekdötchen die Bühne im Saal Maassmann. Margret Hemme fragte sich, wie Ägypten nach Lintern kommt, Elisabeth von der Haar berichtete von der Sage von Kuhlen Jan, und der Frauenchor Merzen begeisterte nach der Melodie von „Danz up de Deel“ mit dem Besentanz. Die Entstehung des Stapelberges in Weese erklärte Gertrud Dieckhoff, und sie trug auch das geheimnisvolle Gedicht von Annette von Droste-Hülshoff „Der Knabe im Moor“ vor.

Heinrich Grüter berichtete vom Schatz von Schlichthorst – Die Kutschfahrt, mit anschließendem Kutscherspiel, angeleitet von Ursula Zimmermann.

Pastor Alfons Thörner brachte mit seinen Grußworten noch einen geistigen Impuls in die Veranstaltung, ehe Heiner Brinkmann die Sage von den Türkenketten von Merzen vortrug. Sein Dank galt allen, die an der Organisation des Seniorennachmittags mitgewirkt hatten, ehe die Heimatmusikanten mit dem „Merzener Lied“ und „Kein schöner Land“ diesen Nachmittag beendeten.

Den nächsten Termin können sich die Senioren schon vormerken: Am 13. Dezember gibt es einen Adventsnachmittag für die Senioren der Gemeinde Merzen im Pfarrheim.


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