Ideen sind gefragt Hotel Haarmeyer-Senger in Neuenkirchen schließt

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Neuenkirchen. Wie geht es weiter mit dem Hotel Haarmeyer? Diese Frage beschäftigt in diesen Tagen so manchen Neuenkirchener, denn zum Jahresende wird Sebastian Senger nach 16 Jahren dort den Schlüssel umdrehen.

Vor zwei Wochen hatte der Kirchenvorstand St. Laurentius im Pfarrblick, dem Mitteilungsblatt der der Kirchengemeinde, darüber informiert, dass sich die Kirchengemeinde, die Eigentümer der Immobilie ist, mit Sebastian Senger auf eine Auflösung des Mietkaufvertrages geeinigt habe. Senger wolle sich beruflich neu orientieren und wünsche sich mehr Zeit für seine Familie.

Nur noch Veranstaltungen

Derzeit ist das Hotel Haarmeyer nur noch an drei Tagen an der Woche geöffnet. „Nur noch für Veranstaltungen“, wie Sebastian Senger auf Nachfrage bestätigt. Bis Ende des Jahres hat der 39-Jährige aber noch ein paar Feiern in seinen Räumen.

Für die Zeit ab dem 1. Januar 2019 erarbeitet der Kirchenvorstand derzeit an einem Konzept. Am 20. September trifft sich um 20 Uhr eine Arbeitsgruppe im Pfarrheim, federführend als Ansprechpartner seitens der Kirchengemeinde sind Ulf Dieckmann und Johannes Abing.

Gemeinde mit im Boot

Mit der politischen Gemeinde hat es bereits erste Gespräche gegeben, wie Gemeindirektorin Hildegard Schwertmann-Nicolay in der jüngsten Ratssitzung mitteilte. In enger Zusammenarbeit von Kirchengemeinde und politischer Gemeinde solle eine Lösung gefunden werden, damit es an der Stelle weitergehe. Die Kirchengemeinde freue sich über engagierte Personen, die Ideen miteinbringen wollten.

Die Historie des Hotels Haarmeyer reicht bis auf das Jahr 1806 zurück. Gästen stehen dort Räume von 8 bis 400 Personen zur Verfügung, zudem ein einladender Biergarten. Der Kirchenchor Cäcilia Neuenkirchen und der Chor „Just Gospel“ nutzen dort regelmäßig Räume für ihre Proben. Die Theatergruppe der Landjugend führt dort seit Jahren regelmäßig plattdeutsche Stücke auf. Aber auch für viele andere Vereine war ist das Hotel Haarmeyer, das an exponierter Lage im Ortskern zu finden ist, eine wichtige Adresse, denn dort gibt es den größten Saal in der Gemeinde.

Den Saal erhalten

Und der soll nach dem Willen des Kirchvorstands erhalten bleiben. „Wir sehen das als wichtig an“, so Ulf Dieckmann, der aber einschränkte: „Wir werden uns als Kirchenvorstand aber nicht hinter die Theke stellen.“

Übergangsweise soll aber der Probenbetrieb für die Chöre oder das Theater weiter möglich sein, vielleicht auch für Beerdigungsgesellschaften. Wo genau jedoch die Reise hingehen wird, auch mit Blick auf den Ortskern, darüber soll sich die Arbeitsgruppe entsprechende Gedanken machen.


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