Kein Fehler bei Baugenehmigung Flachdach sorgt in Neuenkirchen für Irritationen

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Bei der Straßenabnahme im Baugebiet Fürstenauer Damm konnten (von links) Gemeindedirektorin Hildegard Schwertmann-Nicolay und Bauamtsleiter Reinhold Ricke vor einigen Wochen bei den Bauten noch nicht Auffälliges feststellen. Foto: Josef Pohl/ArchivBei der Straßenabnahme im Baugebiet Fürstenauer Damm konnten (von links) Gemeindedirektorin Hildegard Schwertmann-Nicolay und Bauamtsleiter Reinhold Ricke vor einigen Wochen bei den Bauten noch nicht Auffälliges feststellen. Foto: Josef Pohl/Archiv

Neuenkirchen. Neuenkirchen Ein Bauvorhaben im neuen Wohngebiet am Fürstenauer Damm war nicht nur Thema in der Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen, Umwelt und Entwicklung der Gemeinde Neuenkirchen, sondern auch im Gemeinderat. Aber am Ende zeigt sich, dass hedoch alles in Ordnung ist.

Daniel Schweer (SPD) äußerte die Vermutung, dass dort ein Haus mit Pultdach entstehe. Dabei sei dies eigentlich vom Bebauungsplan her ausgeschlossen, sondern bedürfe einer Einzelfallentscheidung durch die Gemeinde.

Gültiger Bebauungsplan

Auf der Baustelle würden aber mittlerweile Tatsachen geschaffen. Falls dem Bauherrn vom Landkreis die Baugenehmigung trotz eines vorgesehenen Pultdaches erteilt worden sei, so solle die Behörde vielleicht etwas mehr dafür sensibilisiert werden, den rechtskräftigen Bebauungsplan der Gemeinde Neuenkirchen bei ihren Entscheidungen zu beachten.

Landkreis hat genehmigt

Bauamtsleiter Reinhold Ricke erläuterte, dass er gleich nach der Ausschusssitzung Kontakt mit dem Landkreis Osnabrück aufgenommen habe. Dieser habe das Bauvorhaben so genehmigt. Entscheidend sei in Sachen Pultdach die Dachneigung, und dabei gebe es unterschiedliche Sichtweisen, wann noch von einem Flachdach, und ab welchem Neigungswinkel von einem Pultdach gesprochen werden müsse.

Es gebe zu der Angelegenheit mehrere offene Fragen, die es anhand der genehmigten Bauzeichnungen zu klären gelte, so der Bauamtsleiter. Auf alle Fälle liege der Gemeinde Neuenkirchen kein Antrag des Bauherrn für eine Ausnahmegenehmigung vor. Ricke versprach aber, die Ratsmitglieder in dieser Angelegenheit auf dem Laufenden zu halten.

Vier Grad Dachneigung

Und es handelt sich in diesem Fall um ein Flachdach, wie der Landkreis Osnabrück dem Neuenkirchener Bauamt zwei Tage nach der Sitzung mitgeteilt hat. Erst ab einer Dachneigung von elf Prozent (oder etwa 6,3 Grad) werde von einem Pultdach gesprochen. In dem vorliegenden Fall handele es sich um ein Flachdach, denn die Neigung betrage vier Grad.


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