Schwieteringstraße bleibt Thema Anlieger in Neuenkirchen wehren sich gegen Straßenausbau

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Die Schwieteringstraße in Neuenkirchen soll saniert und ausgebaut werden. Symbolfoto: Jörn MartensDie Schwieteringstraße in Neuenkirchen soll saniert und ausgebaut werden. Symbolfoto: Jörn Martens

Neuenkirchen. Der Ausbau und die Sanierung der Schwieteringstraße stand zwar nicht auf der Tagesordnung des Ausschusses für Planen, Bauen und Umwelt der Gemeinde Neuenkirchen, nahm dort aber breiten Raum ein.

Die Anlieger hatten im Vorfeld schriftlich Einwendungen und Bedenken erhoben und einen umfangreichen Fragenkatalog an Verwaltung, Gemeinderat und Ausschuss gerichtet.

Antworten erhalten

Zudem waren die Anlieger mit einer Abordnung zur Sitzung erschienen, um Antworten auf ihre Fragen zu erhalten.

Bereits in der Sitzung des Gemeinderates im Juni hatten einige Anlieger ihren Unmut über eine mögliche Sanierung geäußert, als der Rat einen Fördermittelantrag auf den Weg brachte. In ihrem Schreiben brachten die Anwohner noch einmal zum Ausdruck, dass aus ihrer Sicht die Straße nicht in einem so schlechten Zustand ist, dass sie saniert werden muss. Kleinere Reparaturen an der Fahrbahndecke und Schottern der Wegeseitenräume würden hier ausreichen. Doch zuletzt sei in dieser Hinsicht nichts mehr passiert. Im Gemeindegebiet gebe es deutlich schlechtere Straßen, die einer Sanierung bedürften.

Kriterienkatalog

Ausschussvorsitzender Christian Woltering musste zustimmen, dass es zum Beispiel mit dem „Fressholz“ vor Ort Straße gebe, die gewiss in einem schlechteren Zustand seien, für die es aber auf keinen Fall Zuschüsse aus den Fördertöpfen für den ländlichen Wegebeau gebe. Die Schwieteringstraße erfülle hier jedoch die Kriterien und die seien auch ein Grund, warum die Straße auf der gesamten Länge saniert werden sollte.

Die Anlieger monierten auch die mit der Sanierung einhergehende Verbreiterung der Straße, denn diese führe zu einer höheren Frequentierung und zu einem noch schnelleren Befahren des Gemeindeweges. Eine Verbesserung der Verkehrsicherheit würde so nicht erreicht, eher das Gegenteil. Dirk Boguhn vom Bauamt der Samtgemeinde machte deutlich, dass seit 2017 eine Ausbaubreite von 3.50 Meter vorgeschrieben sei, dazu komme noch an beiden Seiten ein Randstreifen von 50 bis 80 Zentimetern.

Keine Bodenschwellen

Einig waren sich die Ausschussmitglieder mit den Anliegern, dass alle Möglichkeiten zu einer Verlangsamung des Verkehrs genutzt werden sollten. In Absprache mit der Verkehrskommission des Landkreises würden die notwendigen Maßnahmen erfolgen. Eine Absage gab es jedoch bei dem Wunsch nach Bodenschwellen. Gemeinsam soll nach anderen Lösung gesucht werden.

Im Verlauf der Sitzung zeigte sich, dass vielleicht etwas mehr Kommunikation im Vorfeld von Vorteil gewesen wäre. „Sauer aufgestoßen“ war den erschienen Bürgern, dass im Vorfeld niemand das Gespräch mit ihnen gesucht hätte und sie aus der Zeitung erfahren mussten, dass für einen möglichen Ausbau der Schwieteringstraße Fördermittel beantragt werden sollten.

Topf für Anliegerbeiträge?

Deutlich machte Woltering, dass der Ausbau erfolge, wenn die Gemeinde die entsprechenden Mittel für den ländlichen Wegebau bekomme. Die Straße habe in der Gemeinde eine verbindende Bedeutung. Die Kosten der Maßnahme, die ja auf alle Anlieger umgelegt würden, ständen in keinem Verhältnis zum Nutzen, zumal die Straße hauptsächlich von einigen größeren landwirtschaftlichen Betrieben befahren und auch beschädigt werde, so die Anlieger. Der Ausschussvorsitzende verwies hier auf die Fördermittel, die deutlich den Eigenanteil senken würden. Bauamtsleiter Reinhold Ricke stellte klar, dass es durchaus Möglichkeiten wie Stundung oder Ratenzahlung bei den Anliegerbeiträgen gebe. Im Falle, dass Fördermittel fließen, könnten diese bis zu 63 Prozent der Maßnahme ausmachen, was natürlich zum Vorteil der Anlieger wäre. Nicht unerwähnt blieb, dass zum Beispiel anderenorts das Jagdgeld zu Finanzierung von Anliegerbeiträgen in einem großen Topf angespart würde oder die Hauptnutzer sich stärker an den Kosten beteiligten.


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