Franz-Josef Morhaus sagt „Ade“ Neuenkirchener Volksbank-Vorstand geht in Ruhestand

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Neuenkirchen/Grafeld. Nach 40 Jahren als Bankvorstand geht Franz-Josef Morhaus in den verdienten Ruhestand. Zum Abschied gab es neben vielen Reden und Geschenken auch noch eine besondere Auszeichnung durch Franz-Josef Holzenkamp, den Präsidenten des Deutschen Raiffeisenverbandes.

Die Liste der Gäste, die Karl Hülsmann, Aufsichtsratsvorsitzender der VR-Bank im Altkreis Bersenbrück mit Zweigbetrieb Raiffeisenagrar, zur Verabschiedung im Saal Holtkamp begrüßte, war lang. Neben dem Präsidenten des Deutschen Raiffeisenverbandes hieß Hülsmann besonders Verbandsdirektor Johannes Freundlieb vom Genossenschaftsverband Weser-Ems willkommen sowie Vertreter der Agravis, der VR-Banken im Landkreis Osnabrück, ehemalige Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsvorsitzende. Natürlich waren auch die zahlreichen Kooperationspartner der VR-Bank der Einladung gefolgt. Ganz besonders begrüßte der Aufsichtsratsvorsitzende Morhaus’ Schwiegermutter, dessen Ehefrau Petra sowie die erwachsenen Kinder.

Beim Blick auf die vergangenen 14 Jahre, seit der Fusion von Neuenkirchen/Voltlage mit Nortrup/Grafeld, bescheinigte er dem scheidenden Vorstandsvertreter, seine positive Lebenseinstellung auf die Genossenschaft übertragen zu haben. Die Mitarbeiterführung habe Franz-Josef Morhaus ausgezeichnet, bei den Fusionen habe er nie das Menschliche aus den Augen verloren.

Zwischen Gift und Geld

Vorstandskollege Ralf Stolte beleuchtete in seiner Replik den beruflichen Werdegang, der am 1. Juli 1970 bei der damaligen Raiffeisenkasse begann, wo E 605 und Geld noch über den selben Tresen gingen. Der Euphorie von Franz-Josef Morhaus folgte die Ernüchterung, spätestens als Vorstand Hermann Kuper ihn nach Hause schickte, um eine alte Hose anzuziehen, denn mit der Karriere ging es erst einmal im Lager los. „Spätestens zu diesem Zeitpunkt ahntest du sicherlich noch nicht, das du knapp 48 Jahre später mal ein ,kleines genossenschaftliches Imperium‘ mit über 200 Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern als Vorstand hervorbringen würdest“, so Stolte.

Im Februar 1973 habe Morhaus seine verkürzte Ausbildung erfolgreich beendet. Nach der Bundeswehrzeit wurde der Grafelder dann von Hermann Kuper in ein Angestelltenverhältnis vor Ort übernommen. Danach folgten Fortbildungslehrgänge in Rastede, und 1978 wurde Morhaus im Alter von 25 Jahren in den Vorstand berufen. „Ich bin mir sicher, damit bist du das jüngste jemals bestellte Vorstandsmitglied in Weser-Ems im Bankenbereich. Wir behaupten das schon seit Jahren“, erhoffte sich Stolte vom Verband noch Aufklärung in dieser Sache.

Meilensteine eines Teamplayers

Erstellung und Einweihung des Kraftfutterwerkes mit Pressanlage, Neubau der Raiffeisenbank in Grafeld, Fusion zur Raiffeisenbank Bippen-Grafeld-Wettrup – das waren die ersten Meilensteine, die Stolte aufführte. Weitere Baumaßnahmen und Fusionen folgten – insgesamt zählte das ebenfalls aus Grafeld stammende Vorstandsmitglied sieben auf. Dabei blieb das „Desaster“ der geplanten Dreierfusion im Jahr 1998 von Grafeld mit Nortrup und Berge nicht unerwähnt. Das Scheitern lag allerdings nicht an der „schönen Braut Grafeld“, am Ende sei die Fusion mit Nortrup geblieben. Vor einigen Monaten sei nunmehr die erfolgreiche und sinnvolle Fusion – und für Morhaus in verantwortlicher Position letzte – mit der Volksbank Osnabrücker Nordland zur neuen VR-Bank eG Osnabrücker Nordland mit Raiffeisenagrar über die Bühne gegangen. Morhaus sei einer der Architekten dieses Konstruktes gewesen, so der Vorstandskollege. Der scheidende Vorstand sei „nicht der Superstar des Teams“ gewesen, sondern habe sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt.

Raiffeisennadel in Gold verliehen

Für den Zweigbetrieb Ware dankte Günter Lonnemann für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und überreichte schon einmal den Gutschein für einen Golfschnupperkurs. Den Golfsport griff auch Thomas Ruff, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Volks- und Raiffeisenbanken im Landkreis Osnabrück, bei seinem Präsent auf. Er übermittelte sogar Wünsche mehrerer Volksbanken aus Westfalen, die den Rat des Neuenkirchener Kollegen zu schätzen wussten. Carsten Völke, Regionaldirektor der DZ-Bank AG, überbrachte die besten Wünsche für den genossenschaftlichen Finanzverbund.

Das schönste Präsent hatte dann Franz-Josef Holzenkamp parat, denn er verlieh seinem Namensvetter die Raiffeisennadel in Gold. Damit sei Morhaus der erste Banker in Weser-Ems, der in Anerkennung und Würdigung seiner langjährigen besonderen Verdienste sowohl die Goldene vom Raiffeisenverband als auch vom Genossenschaftsverband tragen dürfe, so Johannes Freundlieb, der bestätigte, dass Morhaus mit 25 Jahren wohl das jüngste Vorstandsmitglied in Weser-Ems gewesen sei.


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