Mischgebiet: Ausweisung dauert länger Noch immer ein „weißer Fleck“ im Voltlager Ortsplan

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Die Flächen rechts und links der Küsterstraße sollen im Bereich der VR-Bank-Filiale und des barrierefreien Wohnens als Mischgebiet ausgewiesen werden. Foto: Josef PohlDie Flächen rechts und links der Küsterstraße sollen im Bereich der VR-Bank-Filiale und des barrierefreien Wohnens als Mischgebiet ausgewiesen werden. Foto: Josef Pohl

Voltlage. Vor gut zwei Jahren hat die Gemeinde Voltlage für eine 20.000 Quadratmeter große Fläche rechts und links der Küsterstraße einen Bebauungsplan aufgestellt. Abgeschlossen ist das Genehmigungsverfahren aber noch nicht.

Länger als gedacht zieht sich die Genehmigung des Bebauungsplanes Nr. 19 hin, mit dem ein Mischgebiet östlich und westlich der Küsterstraße ausgewiesen werden soll. Das hat Bürgermeister Norbert Trame in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates mitgeteilt.

Gutachten liegen vor

Zusammen mit dem Landkreis Osnabrück als Genehmigungsbehörde müsse nun das weitere Vorgehen abgeklärt werden. Es liegen inzwischen einige Gutachten vor, die Aufschluss darüber geben, inwieweit Einflüsse von außen, zum Beispiel durch landwirtschaftliche Betriebe, zu berücksichtigen sind. „Das soll nun mit dem Landkreis Osnabrück besprochen werden“, kündigte Trame an. Seine Hoffnung: Nach Abschluss der Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden könnte zum Jahresende über deren Einwände, Anregungen und Hinweise noch einmal beraten werden. Im Anschluss würde der Gemeinderat den Satzungsbeschluss fassen, mit der Veröffentlichung im Amtsblatt wäre der Bebauungsplan dann rechtskräftig.

Landkreis regte Mischgebiet an

Genau genommen handelt es sich bei dem 20.000 Quadratmeter großen Areal um einen „weißen Fleck“ in Voltlage. Soll heißen: Für dieses Gebiet gibt es bisher – anders als an anderen Stellen im Ort – keinen Bebauungsplan. Genau diesen hatte die Kreisverwaltung aber empfohlen. Sie riet der Gemeinde, ein Mischgebiet auszuweisen, eine Fläche, auf der Wohnen und Gewerbe nebeneinander möglich sind, wobei die Betriebe das Wohnen nicht wesentlich stören dürfen, sagt das Gesetz. Das war im März 2016. Anlass für die Empfehlung des Kreises waren die Pläne der Gemeinde, an der Küsterstraße auf einem Teil des früheren Hofes Dierkes ein Baufeld mit sechs barrierefreien Wohnungen auszuweisen. Bestandteil des Bebauungsplanes ist auch die Fläche zwischen Verbrauchermarkt und Küsterstraße, auf der anderen Straßenseite umfasst der Geltungsbereich des Planes auch das Gelände der früheren Raiffeisen-Warengenossenschaft.

Abriss der Warengenossenschaft und Neubau von Wohnungen

Inzwischen sind in dem Gebiet wesentliche Änderungen erfolgt: Geschäfts- und Lagerhallen der Warengenossenschaft sind vor zwei Jahren dem Erdboden gleichgemacht worden, auch die sechs barrierefreien Wohnungen gibt es bereits.


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