Wanderweg mit Terra-Vista-Punkt In Plaggenschale Blick in die Erdgeschichte werfen

Meine Nachrichten

Um das Thema Samtgemeinde Neuenkirchen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Merzen. Der neue Terra-Track- Wanderweg in Plaggenschale rund um das Gräberfeld, den Wacholderhain und die Sandgrube Herdemann nimmt in diesen Tagen immer mehr Form an. Die Ausschilderung ist so gut wie abgeschlossen, ein besonderer Aussichtspunkt wartet bald auf die Wanderer.

Regionale Wanderwege sowie bekannte Fernwanderwege ermöglichen Wanderern im Osnabrücker Land herrliche Aus- und Einblicke in eine reiche Kulturlandschaft und eine Naturkulisse, die nicht wenige begeistern. Sie führen durch Schutzgebiete mit besonderem Seltenheitswert und einer außergewöhnlichen Flora und Fauna.

Rundkurs im Wacholderhain

Einen ganz besonderen Wanderweg gibt es demnächst im Natur- und Geopark Terra-Vita in Merzen, genauer gesagt in Plaggenschale. Seit dem Jahr 2006 gibt es dort an der erd- und kulturgeschichtlich bedeutenden Stelle rund um den Merzener Wacholderhain bereits einen kleineren Rundkurs und einen vom Wanderparkplatz aus gesehen etwa 3,8 Kilometer weiten Wanderweg. Auf einem etwa 500 Meter langen Erlebnispfad durch den Wacholderhain erfahren Besucher Interessantes über die natur- und kulturhistorischen Besonderheiten der Landschaft. Einen Teil des Erlebnispfades bildet der vom Heimatverein betreute Barfußpfad.

Blick in die Eiszeit

In Zukunft wird es mit dem Terra-Track, bei dem neben dem Geo- und Naturpark Terra-Vita auch die lokalen Akteure wie Samtgemeinde, Gemeinde, Heimatverein und die Sandkuhle Herdemann mit im Boot sind, ein entschieden interessanteres Angebot geben. Andreas Lanwert, in der Samtgemeindeverwaltung zuständig für den Tourismus, zeigte sich bei der Vorstellung des zu dem sieben Kilometer langen Wanderweg zählenden Aussichtspunktes mehr als zufrieden. Bis nach Ibbenbüren reicht von dort der Blick. Und wenn der Aussichtspunkt an der Sandkuhle Herdemann fertig ist, dann gibt es im Natur- und Geopark nicht nur einen „hervorragenden“ Ort, um den Weitblick in die herrliche umgebende Landschaft zu genießen, sondern auch noch in Plaggenschale einen Blick in die Erdgeschichte bis hinein in die Eiszeit zu werfen.

Panoramabild

Die Ausschilderung des Wanderweges ist so gut wie abgeschlossen, an der Sandgrube ist der Aussichtspunkt entsprechend gesichert durch verrottungsfeste, recycelte Kunststoffpfosten. Erweitert wird der Punkt noch um ein Panoramabild, das den Wanderern zeigen soll, was sie von dort alles sehen können. Und da das Ganze ein sogenannter Terra-Vista-Punkt ist, können die Besucher in naher Zukunft dort auch noch spannende Geschichten und unterhaltsame Anekdoten hören über die Entstehung der vielfältigen Landschaft sowie das Leben früher und heute. Per Handy oder Smartphone und QR-Code wird das möglich, wie Projektleiterin Sabine Böhme (Terra-Vita) bestätigt. Die entsprechenden Hörspiele müssten aber noch produziert werden.

Seit dem vergangenen Jahr bereits in Betrieb ist auf der Internetseite von Terra-Vita das sogenannte „Heidometer“, das anzeigt, wie es aussieht mit der Heideblüte im Merzener Wacholderhain.

Sabine Böhme ist begeistert, wie gut die Zusammenarbeit vor Ort funktioniert. „Und das mit der Sandkuhle ist das Sahnehäubchen“, gerät sie beinahe ins Schwärmen vom Weitblick im Osnabrücker Nordland, den nach der in Kürze anstehenden offiziellen Freigabe des Wanderweges viele Gäste genießen dürften.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN