Ambulante Wohngruppe Merzen steht in Tagespflege für Neuenkirchen Modell

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Neuenkirchen. „Im Zentrum von Neuenkirchen, angebunden an das St.-Elisabeth-Stift in der Lindenstraße, entsteht ein sonniges Haus mit zwölf Plätzen in einer ambulant betreuten Hausgemeinschaft und 24 Plätzen in der Tagespflege.“ So ist auf dem Aufsteller in der Senioreneinrichtung zu lesen.

Und der Bau schreitet zügig voran, wie bei der offiziellen Grundsteinlegung, zu der die Kirchengemeinde St. Laurentius eingeladen hatte, festzustellen war. Da es für das St.-Elisabeth-Stift bereits eine große Grundsteinlegung gegeben hatte, gab es für die Tagespflege eine Art Light-Version, diesmal sogar ohne Pfarrer.

Zur Not auch ohne Pfarrer

„Alle Augen warten auf dich, oh Herrn“, war den Blicken von Vertretern des Kuratoriums und der Caritas Nordkreis Pflege zu entnehmen. „Da dürfte wohl etwas dazwischengekommen sein“, meinte Kuratoriumsvorsitzender Ulf Dieckmann, nachdem er den Geistlichen auch auf dem Handy nicht erreicht hatte.

So nahm Dieckmann zusammen mit Nordkreis-Pflege-Geschäftsführer Rudi Fissmann und Berthold Eich den symbolischen Hammerschlag in einem der Zimmer der zukünftigen ambulant betreuten Hausgemeinschaft vor. Das ehemalige Verwalterhaus musste für die Tagespflege mit 24 Plätzen und die Wohngruppe mit zwölf Wohneinheiten weichen. Das Stephanswerk Osnabrück hat für die Kirchengemeinde, die als Bauherr fungiert, das Vorhaben geplant. Ein zweiter Fahrstuhl sowie Hausmeister- und Versorgungsräume entstehen ebenfalls.

Energetisch höchste Ansprüche

Das Gebäude erfüllt energetisch die höchsten Ansprüche, wie Jörg Barkmann vom Stephanswerk erklärt. Das Bauunternehmen Grüter aus Neuenkirchen ist damit beschäftigt, das Vorhaben zügig bis April/Mai kommenden Jahres umzusetzen.

Damit kommt die Kirchengemeinde St. Laurentius den vor Ort geäußerten Wünschen nach. Sollte die Nachfrage noch größer werden, dann kann das Gebäude ohne Probleme aufgestockt werden, wie Ulf Dieckmann bei einem Rundgang erklärt.

An sieben Tagen

Das Konzept für die Tagespflege und die ambulante Wohngruppe kommt von der Caritas Nordkreis Pflege, die bereits sechs Alten- und Pflegezentren in der Region betreibt. Anleihen werden dabei vom Merzener Konzept genommen, wie Prokurist Berthold Eich bestätigt. Dort wird nicht klassisch in der Tagespflege an fünf Tagen der Woche von 8 bis 17 Uhr angeboten, sondern von 8 bis 19 Uhr; auch samstags und sonntags. Durch die Anbindung an das St.-Elisabeth-Stift könne auf eine größere Infrastruktur bei den Serviceleistungen als in Merzen aufgebaut werden, zudem könnten Synergieeffekte genutzt werden. So seien zum Beispiel krankheitsbedingte Personalausfälle leichter zu regeln.

Im Oktober Richtfest

Auf der Warteliste für die neue Einrichtung stehen bereits wie Rudi Fissmann und Bettina Demann, Pflegedienstleiterin in Neuenkirchen, berichten, die ersten Gäste. Bereits im Oktober soll Richtfest gefeiert werden. Dann sollen nicht nur einige Bewohner des St.-Elisabeth-Stiftes dabei sein, sondern auch Pfarrer Perk.


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