Sprache ist ein Problem Spanierin macht Altenpflege-Praktikum in Neuenkirchen

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In der Altenpflege macht die Spanierin Silvia Ferri Moreno ein Praktikum. Unser Bild zeigt sie zusammen mit Pflegedienstleiterin Bettina Dehmann, Projektbegleiter Jürgen Claus und Prokurist Berthold Eich. Foto: St.-Elisabeth-StiftIn der Altenpflege macht die Spanierin Silvia Ferri Moreno ein Praktikum. Unser Bild zeigt sie zusammen mit Pflegedienstleiterin Bettina Dehmann, Projektbegleiter Jürgen Claus und Prokurist Berthold Eich. Foto: St.-Elisabeth-Stift

Nuenekirchen. Während viele Mitarbeiter im Senioren-Pflegeheim St.-Elisabeth-Stift über den warmen Sommer klagen, ist das für Silvia Ferri Moreno nichts Außergewöhnliches. Die junge Spanierin macht derzeit in der Hülsengemeinde ein Praktikum in der Pflege.

Eine Bereicherung für die Kollegen, aber auch für die Bewohner, wie Bettina Dehmann, Pflegedienstleiterin in Neuenkirchen, erklärt. Seit 2013 macht eine Partnerschaft zwischen dem Landkreis Osnabrück und den Berufsschulen in Lleida (Katalonien) Auslandpraktika für junge Spanier im Osnabrücker Land möglich.

Weiterbildung fördern

Die fachliche, interkulturelle und sprachliche Weiterbildung der Partnerschüler soll dabei gefördert werden, wie Landkreis-Koordinator Jürgen Claus das Ziel des Programms umschreibt. Europäische Finanzmitteln machen diesen Austausch zweimal im Jahr möglich.

Dieses Mal sind es etwa 35 junge Katalanen, die ein Praktikum in der Region machen und in Gastfamilien untergebracht sind. So zum Beispiel die mit gerade 17 Jahren etwas zurückhaltend wirkende Silvia bei der Familie Grüter in Merzen, wo sich die junge Praktikantin sehr wohl fühlt. „Wir wollen auch, dass die Praktikanten sich hier wohlfühlen“, ist Jürgen Claus in dieser Hinsicht mehr als zufrieden.

Ein Drittel findet hier einen Job

Ein Drittel der spanischen Praktikanten hat in den vergangenen Jahren nach Angaben des Landkreis-Mitarbeiters im Osnabrücker Land einen Job gefunden. Zumeist im Bereich des Handwerks, in der Wärme- und Kältetechnik oder in der Informatik. Das sei bei den Praktikanten im Pflegebereich, sei es in der Ameos- oder Blomberg-Klinik oder wie hier in Neuenkirchen, aber etwas anders. Erst recht bei diesen Praktikanten, die noch in ihrem ersten Ausbildungsjahr steckten. In Lleida besuchen sie zwei Jahre lang eine Berufsschule, die mit der deutschen Fachoberschule vergleichbar ist.

Praxis statt Theorie

Doch erfolgt diese Ausbildung zumeist in der Theorie. Nunmehr standen zwei Monate Praktikum auf dem Programm, und so haben sich die Jugendlichen entschieden, dieses in Deutschland zu absolvieren. Hatten sie während der Ausbildung viele Tätigkeiten nur an Puppen geübt, so war die Arbeit auf den Stationen für die jungen Spanierinnen eine große Umstellung. Und ein weiteres Problem wurde auch in Neuenkirchen deutlich. Mit der Sprache haperte es bei den jungen Praktikantinnen doch etwas mehr als gedacht. Aber Hände und Füße sowie Google-Übersetzung helfen weiter.


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