Keine DNA nachweisbar Eher ein Hund als ein Wolf in Merzen am Werk

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Kurz nach Sonnenaufgang war dieser Wolf im März bei Meppen in eine Fotofalle getappt. Beim Kalbriss in Engelern dürfte aber ein Hund am Werk gewesen sein, es gab zumindest keine Wolfs-DNA. Foto: Bundesforstbetrieb NiedersachsenKurz nach Sonnenaufgang war dieser Wolf im März bei Meppen in eine Fotofalle getappt. Beim Kalbriss in Engelern dürfte aber ein Hund am Werk gewesen sein, es gab zumindest keine Wolfs-DNA. Foto: Bundesforstbetrieb Niedersachsen

Merzen. „Keine Wolfs-DNA nachweisbar“, so fasst Kreisjägermeister Martin Meyer Lührmann die Auswertung der genetischen Proben nach einem Vorfall vor einigen Wochen im Merzener Ortsteil Engelern zusammen.

Dort war auf einer Wiese ein frisch gesetztes, etwa 30 Kilo schweres schottisches Highland-Kalb gerissen worden. Eine Untersuchung durch Wolfsberater Arndt Eggelmeyer vor Ort hatte ergeben, dass dafür entweder ein Hund oder ein Wolf infrage komme.

Hund hetzt hinter Rehen her

Nach der Auswertung der genetischen Proben sei zwar nicht ausgeschlossen, dass es eventuell ein Wolf hätte sein können, aber entsprechende DNA sei nicht festgestellt worden. „Ich glaube nicht, dass es ein Wolf war“, hatte Meyer Lührmann schon vor Wochen gesagt, zumal kurz nach dem Riss des Kalbes von Autofahrern in der Nähe ein hetzender Hund beobachtet wurde, der Rehe gejagt hat.

Die Situation Wolf bleibe angespannt, so Meyer Lührmann, der bereits kurz nach dem Riss festgestellt hatte, dass nichts verschleiert werden sollte. Nachweisbar gebe es den Wolf in der Region Osnabrück/Emsland bisher nur im Raum Meppen auf dem Gelände der wehrtechnischen Dienststelle. Anfang März dieses Jahres sei dort der erstmalige Nachweis von zwei Wölfen durch Fotofallenaufnahmen gelungen. Ob es sich hierbei um ein neues Wolfspaar handele sei derzeit noch unklar, das Gebiet seiunter Beobachtung gestellt.

Wolfssichtung in Bippen?

Auch in Lonnerbecke habe es vor Wochen eine inoffizielle Wolfssichtung durch einen Jäger gegeben. Seit März 2017 habe es aus dem Bereich Bippen dort keine ähnlichen Beobachtungen gegeben. Ob es sich dort vielleicht doch um einen Hund gehandelt haben könne, wie dieser Tage im emsländischen Holte/Lastrup, wollte Meyer Lührmann nicht ausschließen.

Den Berater alarmieren

Noch ein Tipp für Tierbesitzer. Wenn Viehhalter einen Wolfsangriff vermuten, sollten sie möglichst schnell den zuständigen Wolfsberater alarmieren. Wichtig sei eine gute Dokumentation des Fundes, heißt es aus dem niedersächsischen Wolfsbüro. Manchmal sei schon die Fundsituation eindeutig, häufig seien jedoch langwierige DNA-Untersuchungen notwendig, um einen Wolfsbiss nachzuweisen.


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