Derzeit kein Gesprächsbedarf Die Neuenkirchener schätzen das Ueffelner Freibad

Von Josef Pohl und Heiner Beinke

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Das Freibad in Ueffeln wird auch von den Bürgern der Samtgemeinde Neuenkirchen geschätzt. Foto: Johannes Kapitza/ArchivDas Freibad in Ueffeln wird auch von den Bürgern der Samtgemeinde Neuenkirchen geschätzt. Foto: Johannes Kapitza/Archiv

jp/be Neuenkirchen/Ueffeln. Ferien, Sommer, Sonne, Freibad – das gehört für viele irgendwie zusammen. Fraglich ist jedoch, wie lange dies in Ueffeln noch der Fall sein wird. Bei den Stadtwerken Bramsche steht im Raum, das Freibad Ueffeln zu sanieren oder aufgrund fehlender Wirtschaftlichkeit aufzugeben.

Nicht nur für die Einwohner in Ueffeln, sondern auch für die Nachbargemeinden Merzen und Neuenkirchen stellt das Freibad eine wichtige Freizeiteinrichtung dar. Darauf hatte bereits im März der SPD-Ortsverein Neuenkirchen-Merzen-Voltlage hingewiesen und erstmals auch eine finanzielle Beteiligung der Samtgemeinde Neuenkirchen bei einer möglichen Sanierung zur Diskussion gestellt. Die Sozialdemokraten sähen dazu durchaus Möglichkeiten, so SPD-Ortsvereinsvorsitzender Daniel Schweer. Eine konkrete Anfrage aus Bramsche gab es zu diesem Zeitpunkt nicht.

Bramsche zuständig

Die Zukunft des Freibades sprach der SPD-Mann in der Juni-Sitzung des Neuenkirchener Gemeinderates an und rief die Mehrheitsfraktion dazu auf, Kontakt mit den Stadtwerken aufzunehmen. Jede Kommune sei für ihre Infrastruktur zuständig, entgegnete Gemeindedirektorin Hildegard Schwertmann-Nicolay. Als Mittelzentrum erhalte Bramsche mehr Geld als Schlüsselzuweisung vom Land und habe bestimmte Einrichtungen für das Umland mit zu unterhalten.

Auch wenn der Neuenkirchener Gemeinderat erst einmal abgewinkt hat, sieht die Stadt Bramsche unverändert Möglichkeiten, dass die Nachbarkommune bei der Sanierung des Freibades Ueffeln finanziell hilft. Das bekräftigte Bürgermeister Heiner Pahlmann.

Gespräch abgelehnt

Es gebe keinen rechtlichen Grund, warum sich Neuenkirchen nicht beteiligen könne, so Heiner Pahlmann. Er habe seiner Amtskollegin und dem Gemeinderat angeboten, sich bei den Stadtwerken umfassend über die Problematik informieren zu lassen. Doch das sei abgelehnt worden. „Das finde ich sehr schade“, bedauerte Pahlmann. Er hofft, dass in der Angelegenheit das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.

Kein generelles „Nein“

Das wird auch auf Neuenkirchener Seite so gesehen. Die Sanierung des Freibades sei Aufgabe der Stadtwerke, sprich der Stadt Bramsche, und nicht Aufgabe der Politik der Samtgemeinde Neuenkirchen, stellt Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay auf Anfrage noch einmal die Stellung Bramsche als Mittelzentrumsheraus. Über die Parteigrenzen hinweg werde das Ueffelner Bad natürlich geschätzt. Von daher habe sie dem Bramscher Kollegen nicht generell abgesagt, sondern halte nur zu diesem Zeitpunkt ein Treffen für nicht zielführend. Erst müsse feststehen, was Bramsche wolle und im Falle einer Sanierung ein Finanzierungskonzept vorlegen. Sponsoren und Förderverein, das seien Felder, wo sich Neuenkirchen möglicherweise einbringen könne.


Das Bad in Ueffeln mit einer Wasserfläche von 500 Quadratmetern hat neben einem Nichtschwimmerbereich eine 25-Meter-Bahn. Zusätzlich gibt es ein Becken für Kleinkinder. Ein- und Dreimeter-Brett sind ebenfalls vorhanden. Das Freibad verfügt zudem über einen Beachvolleyballplatz, einen Kinderspielplatz und einen Fußballplatz. Über eine Biogasanlage wird das Wasser im Freibad beheizt und hat eine gleichbleibende Temperatur von rund 25 Grad Celsius.

Die Öffnungszeiten sind während der Sommerferien täglich von 10 bis 20 Uhr. Die Tageskarte kostet drei Euro für Erwachsene und 1,50 Euro für Kinder und Jugendliche.

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