Konservativ bei Kreditvergabe VR-Bank im Altkreis Bersenbrück zahlt gute Dividende

Meine Nachrichten

Um das Thema Samtgemeinde Neuenkirchen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Die VR-Bank eG im Altkreis Bersenbrück hat ihren Sitz in Neuenkirchen. Foto: Christian Geers/ArchivDie VR-Bank eG im Altkreis Bersenbrück hat ihren Sitz in Neuenkirchen. Foto: Christian Geers/Archiv

Eggermühlen/Neuenkirchen. „Mit gemeinsamen Werten zum genossenschaftlichen Erfolg“ – dieser Spruch ziert nicht nur Silofahrzeuge des Zweigbetriebes Raiffeisenagrar. Er dürfte auch für das erfolgreiche Jahr 2017 der VR-Bank im Altkreis Bersenbrück stehen.

Zahlen, Daten, Fakten präsentierte Vorstandsmitglied Franz-Josef Morhaus letztmalig auf einer Generalversammlung den Mitgliedern, denn mit nunmehr 65 Jahren geht er nach der Fusion in den Ruhestand. Auf etwas mehr als 302 Millionen Euro belief sich die Aktivseite der VR-Bank, wobei angesichts des konservativen Kreditgeschäftes bei den gut 213 Millionen Euro Forderungen an Kunden das Kreditausfallrisiko gerade einmal 0,33 Prozent betrug. Der Verbandsschnitt lag bei 1,17 Prozent.

Rückgang bei Zinserträgen

Die historisch niedrigen Zinsen seien zwar für Häuslebauer und Investoren gut, die Kehrseite der Medaille sei aber, dass es für Erspartes kaum noch Erträge gebe und so auch die Altersvorsorge leide. Auf gut 182 Mio. Euro beliefen sich die Kundeneinlagen, wobei etwa 47 Millionen Spareinlagen waren.

Es war nicht verwunderlich, dass Morhaus bei den Zinsergebnissen und Provisionen einen leichten Rückgang auf gut 7,3 Millionen Euro verkünden musste, während der Verwaltungsaufwand sich auf fast 14 Millionen Euro belief. Auf gut 11 Millionen Euro belief sich das Rohergebnis aus Warenverkehr und Nebenbetrieben. Am Ende stand in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Steuern aber noch ein Überschuss von 963000 Euro.

Investition in Fuhrpark

„Wer nicht investiert, der bleibt irgendwann mal auf der Strecke“, verwies Morhaus darauf, dass alleine in den Fuhrpark der Raiffeisenagrar im vergangenen Jahr fast 900000 Euro flossen, außerdem 300000 Euro in Fotovoltaikanlagen. Im Bankbereich sei im vergangenen Jahr hauptsächlich in die EDV investiert worden.

Im Jahr 2018 ist die Mitgliederzahl noch einmal um 249 gesteigen, aktuell verzeichnet die Bank 6974 Mitglieder mit Genossenschaftsanteilen. Die Zahl der betreuten Kunden beziffert Morhaus auf 13 725.

Unter den „Top-Five“

Der Zweigbetrieb Raiffeisenagrar zähle im Futtermittelbereich zu den „Top Five“ in Weser-Ems, berichtete Frank Neuenfeld, der gemeinsam mit Günter Lonnemann die Geschäftsführung für den Warenbereich übernommen hat. Er präsentierte erfreulich Zahlen auch aus den Geschäftsfeldern Baustoffe, Einzelhandel und Energie. Die Getreideernte sei im vergangenen Jahr unterdurchschnittlich gewesen, einen positiven Trend machte Neuenfeld in 2017 jedoch beim Mais aus. „Wie gehen mit ordentlichen Preise in die Ernte“, so seine Erwartung für 2018.

„Ich finde es schade, dass sie nicht den ganzen Bericht hören wollen“, bedauerte Dieter Diener eher scherzhaft, dass er nur die Kurzversion des Prüfberichtes des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems den Zuhörern im Saal Böhmann präsentieren durfte.

227000 Euro Dividende

Einstimmig stimmten die Mitglieder für den Vorschlag zur Verwendung des Jahresüberschusses 2017. Von dem Bilanzgewinn von 963000 Euro fließen 227000 Euro an die Mitglieder, was einer Bruttodividende von zehn Prozent entspricht. Der Rest fließt in die Rücklagen und dient zur weiteren Stärkung des Eigenkapitals.

Aufsichtsratsvorsitzender Karl Hülsmann ging in seinem Bericht auf die zurücklegende außerordentliche Mitgliederversammlung und die Ergänzungswahlen zu Aufsichts- und Warenbeirat ein. Nach der Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates stand das Thema Wahlen auf dem Programm. Erneut in den Aufsichtsrat ziehen Karl Abing, Rudolf Mehmann, Richard Meyer zu Farwick, Hermann Schmidt und Josef Wencker ein.

Auf eine erneute Kandidatur zum Warenbeirat verzichtete Dieter Nordemann-Dallmann. Wiederwahl in dieses Gremium gab es hingegen für Franz Raming, Jürgen Geers, Reinhard Pielage und Reinhard Wulfern.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN