Keine Gegenstimmen Volksbank Osnabrücker Nordland stimmt für Fusion

Von Josef Pohl


Berge. Die erste Hürde für die Verschmelzung der Volksbank Osnabrücker Nordland mit der VR-Bank eG im Altkreis Bersenbrück mitsamt Raiffeisenagrar ist genommen. Am Donnerstag, 14. Juni, müssen die Mitglieder der VR Bank noch ihre Zustimmung erteilen.

„Wir können hier nur über ein Gesamtpaket abstimmen“, machte Ulrich Geers, Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank im Osnabrücker Nordland deutlich, dass einzelne Teile aus dem Vertragswerk nicht mehr herausgenommen werden können und auch der Zusatz eG bei dem neuen Konstrukt VR-Bank eG Osnabrücker Nordland nicht so einfach nach hinten gestellt werden könne. Geers betonte, dass der Aufsichtsrat voll hinter der Verschmelzung stehe, er habe das Projekt über Jahre begleitet.

Herausforderungen meistern

Zuvor hatten die Vorstandsmitglieder Herbert Niemann und Reinhard Lewandowski die Beweggründe für das Zusammengehen beider Genossenschaftsbanken erläutert. Aufsichtsrechtliche Richtlinien, Verordnungen und Gesetze könnten so besser umgesetzt werden, was Niemann mit Folien verdeutlichte. Organisatorische Aufgaben werden zusammengefasst, damit mehr Spielraum zum Ausbau der Kundenbetreuung bleibt.

Reinhard Lewandowski stellte den Verschmelzungsvertrag ebenfalls anhand von Bildern detailliert und nachvollziehbar vor. Die neue Größe ermögliche es, die ständig zunehmenden Herausforderungen besser gemeinsam umzusetzen und zu bewältigen. Die Beibehaltung aller Geschäftsstellen sei vorgesehen. Der Betriebsrat der übernehmenden Bank vertrete zukünftig auch die Belange der Mitarbeiter, verwies Lewandowski nach Achim Speers Frage auf den entsprechenden Passus, der dies im Verschmelzungsvertrag regele. Entlassungen seien nicht geplant.

Aus Position der Stärke

Dieter Diener, Abteilungsleiter Unternehmensberatung des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems, stellte das Prüfungsgutachten des Genossenschaftsverbandes vor. Der Zusammenschluss erfolge aus einer Position der Stärke und sei mit den Interessen der Mitglieder und Gläubiger vereinbar. „Es passt zusammen, was zusammen gehört“, so Diener, der Verband bewertete die Verschmelzung positiv.

Offen abgestimmt

Der Antrag auf geheime Abstimmung über die Verschmelzung fand nicht die erforderliche Unterstützung von 25 Prozent der Stimmen. Umso beeindruckender dann das Bild im Saal Schohaus, als Ulrich Geers über die Verschmelzung abstimmen ließ und sich fast alle Arme nach oben reckten. Stimmzähler wurden an diesem Abend nicht benötigt. Vielmehr reichte es aus, dass der Aufsichtsratsvorsitzende nach Gegenstimmen fragte und sich keine Hand rührte.

Die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder Alois Frohne-Brinkmann (Merzen), Gerhard Grave (Fürstenau), Hermann Nosthoff (Berge), Bernd Ortland (Bippen), Axel Rohde (Menslage) und Gregor Schröder jun. (Merzen) wurden für den neuen Aufsichtsrat nominiert. Ulrich Geers hat das 65 Lebensjahr erreicht und konnte nicht mehr aufgestellt werden.

Für Warenbeirat nominiert

Da die VR-Bank eG im Altkreis Bersenbrück über einen Warenbeirat verfügt, wurden auch für dieses Gremium Mitglieder nominiert: Hermann Korte (Schwagstorf), Uwe Middendorf (Hollenstede), Leonhard Brinkmann (Merzen), Markus Kemme (Merzen), Henner Wierper (Menslage) und Martin Kuhlmann-Rolfes (Hekese).