Fleißige Handwerker zu sehen Erweiterung der Merzener Kindertagesstätte angelaufen

Von Josef Pohl


Merzen. „Wer will fleißige Handwerker seh’n, der muss zu uns Kindern geh’n“ – dieses Mitsinglied wird in der Merzener Kindertagesstätte nicht nur gesungen. Die Jungen und Mädchen können dort sogar in der Realität verfolgen, was die Handwerker so alles am Bau machen.

Genauer gesagt, können die Kinder zum Teil hautnah vor Ort verfolgen, wie mit Hochdruck an der Erweiterung der Kindertagesstätte St. Lambertus und der Sanierung der Sanitäranlage gearbeitet wird.

15 weitere Krippenplätze

„Am Kindergarten in der Gartenstraße 3 wird zur Zeit ein Anbau für eine Krippengruppe erstellt. Der Bau soll zum neuen Kindergartenjahr 2018/19 fertiggestellt werden“, ist im jüngsten Pfarrblick der Kirchengemeinde St. Lambertus zu lesen. Da Plätze im Krippenbereich fehlen, wird nach Rücksprache von Landesjugendamt, Kirchengemeinde, der Leitung des Kindergartens sowie dem Landkreis ein Konzept umgesetzt, das den Bau einer zusätzlichen Krippe mit 15 Plätzen vorsieht. „Damit sind die Ausbau/Anbaumöglichkeiten am Standort Gartenstraße ausgeschöpft. Dort wird es keine Erweiterung mehr geben“, so Pfarrer Detlef Perk.

Sich Gedanken machen

Die Zusage des Landes über Fördermittel in Höhe von 180000 Euro liegt der Gemeinde Merzen vor, denn die ist bei der Finanzierung der Maßnahme voll mit im Boot. Und auch über die weitere Entwicklung in Sachen Kindergartenplätze muss sich die politische Gemeinde Gedanken machen.

Neben der Krippengruppe wird mit Blick auf Ganztagsbetreuung in der Kindertagesstätte ein Raum eingerichtet, in dem mittags gegessen werden kann – sowohl von der Krippe, als auch vom Kindergarten. Die Toilettenanlage im Kindergarten wird zudem saniert, der Außenbereich in Richtung Kirche erweitert und umgestaltet, im Obergeschoss entsteht ein großer Personalraum. Die Arbeiten wurden vom Bauherrn, der Kirchengemeinde St. Lambertus Merzen, an Unternehmen vor Ort vergeben, so zum Beispiel anElektro-Heizung-Sanitär Köstermenke aus Merzen, die Tischlerei Wilke aus Neuenkirchen oder Fliesen Reinelt in Ueffeln.

Mit der Baustelle leben

In der vergangenen Woche rückten nunmehr die ersten Handwerker an, um das Bauvorhaben möglichst schnell über die Bühne zu bringen, damit die momentan genehmigte Übergangslösung schnell der Vergangenheit angehört. Das Merzener Kitateam wird in den nächsten Wochen mit der Baustelle im Haus leben müssen. Für die Kinder hingegen ist es schon ein Erlebnis, wenn plötzlich der Presslufthammer in Aktion tritt und Teile der bisherigen Außenmauer verschwinden lässt. Durch die Fenster oder vom Zaun des Kindergartens werden sie gewiss immer wieder einen Blick auf das Geschehen werfen.