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16.05.2018, 18:15 Uhr KOMMENTAR

Tierquälerei in Merzen: Doppelter Respekt für Tierschutzverein

Kommentar von Mirko Nordmann

Nachdem ein Mann aus Merzen seine Dobermannhündin geschlagen hat, wurde er im Internet massiv bedroht. Symbolfoto: dpaNachdem ein Mann aus Merzen seine Dobermannhündin geschlagen hat, wurde er im Internet massiv bedroht. Symbolfoto: dpa

Merzen. Nachdem im Internet ein Video aufgetaucht ist, in dem zu sehen ist, wie ein Hundehalter aus Merzen einen Dobermann misshandelt, haben Facebook-User im Internet zur Selbstjustiz aufgerufen. Dazu ein Kommentar.

Es bleibt ein unerklärliches Phänomen: Warum lassen sich Menschen dazu hinreißen, zur Gewalt gegen andere aufzurufen, um Gewalttaten anderer zu sühnen?

Natürlich ist es grausam, wenn Menschen ihre Aggressionen an wehrlosen Geschöpfen wie Kindern oder Tieren auslassen. Aber ebenso widerwärtig ist es, wenn selbst ernannte Kämpfer für eine bessere Welt im Internet zur Selbstjustiz aufrufen. Bei aller Emotionalität gilt es auch hier, selbst die Gesetze einzuhalten. Es geht um Recht, nicht um Rache.

Daher gebührt dem Verein Tier- und Naturfreunde Merzen doppelter Respekt. Weil seine Mitglieder sich für hilfsbedürftige Tiere einsetzen und sich öffentlich von Drohungen und Aufrufen zur Gewalt distanzieren.


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