Übergangslösung muss her Neuenkirchen reagiert auf Bedarf an Krippenplätzen

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Die bestehende Kinderkrippe St. Christophorus in Neuenkirchen soll um zwei Gruppen erweitert werden. Die vorgelegten Pläne warten nunmehr auf die kirchenbehördliche Genehmigung. Skizze: Otte ArchitekturDie bestehende Kinderkrippe St. Christophorus in Neuenkirchen soll um zwei Gruppen erweitert werden. Die vorgelegten Pläne warten nunmehr auf die kirchenbehördliche Genehmigung. Skizze: Otte Architektur

Neuenkirchen. Die Landesschulbehörde ist mit den Planungen für zwei weitere Krippengruppen in Neuenkirchen voll einverstanden. Die Gemeinde hat die Zusage für den vorzeitigen Maßnahmenbeginn bereits erhalten.

Neuenkirchen. Insgesamt 952000 Euro könnte die bereits in der Gemeinderatssitzung im März beschlossene Erweiterung der Kinderkrippe St. Christophorus kosten. Abzuziehen sind hiervon 180000 Euro als bewilligter Förderzuschuss vom Land für eine Fördergruppe, die gleiche Summe könnte als Zuschuss noch einmal fließen, denn für die zweite noch zu errichtende Krippengruppe wurden ebenfalls bereits die Mittel beantragt.

„Der Bedarf ist so groß“

Je neu geschaffene Krippenplatz wird nach der Richtlinie des Landes Niedersachsen über die Gewährung von Zuwendungen für den weiteren Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren eine maximale Zuwendung in Höhe von 12000 Euro gewährt. Voraussetzung ist, dass zuwendungsfähige Ausgaben in Höhe von mindestens 13000 Euro für einen neu geschaffenen Krippenplatz entstehen. Bei 15 weiteren Plätzen dürften nach der Genehmigung und dem entsprechenden Bewilligungsbescheid dann voraussichtlich weitere 180000 Euro vom Land in die Hülsengemeinde fließen.

Die Erweiterung der Kinderkrippe St. Christophorus Neuenkirchen fällt somit größer aus, als zunächst im Frühjahr 2016 geplant. „Der Bedarf in diesem Jahr ist so groß“, erklärt Gemeindedirektorin Hildegard Schwertmann-Nicolay und verweist auf die starke Nachfrage, die zu einem Umdenken geführt habe.

Keine altersübergreifende Gruppe

Ursprünglich war zwar auch geplant, die bestehende zweigruppige Krippe (30 Plätze) um zwei Gruppen zu erweitern – um eine Krippengruppe für 15 Kinder unter drei Jahren sowie um eine altersübergreifende Gruppe, mit der der Bedarf im Kindergarten St. Laurentius aufgefangen werden sollte. „Doch inzwischen ist die Situation eine andere“ spricht Gemeindedirektorin Hildegard Schwertmann-Nicolay von einer Entspannung im Kindergarten. Die altersübergreifende Gruppe werde nicht mehr benötigt, stattdessen aber eine zweite Krippengruppe mit 15 Plätzen.

Nach Gesprächen mit der katholischen Kirchengemeinde, der Caritas und der Krippenleitung habe sich der Raumbedarf in der Krippe geändert. So soll es neben einem Bewegungsraum auch ein Gesprächszimmer für Eltern und weitere Abstellflächen geben. Damit werden gegenüber dem Ursprungsentwurf weitere 130 Quadratmeter benötigt, was natürlich finanzielle Auswirkungen hat. Die Erweiterung der Kinderkrippe St. Christophorus dürfte somit rund 952000 Euro kosten.

Dafür habe die Gemeinde Neuenkirchen bereits vor Wochen den Förderantrag an das Land auf den Weg gebracht und mittlerweile auch die Zusage für den vorzeitigen Maßnahmenbeginn erhalten. Die Landesschulbehörde habe sich mit den Planungen voll und ganz einverstanden erklärt.

Elternwünsche erfüllen

Die Kirchengemeinde St. Laurentius hat 950 Quadratmeter als Grundstücksfläche hinter der bisherigen Krippe St. zur Verfügung gestellt. Die Skizzen der aktuellsten Planungen des beauftragten Neuenkirchener Architekturbüros Otte lägen mittlerweile auch vor und warteten auf die kirchenbehördliche Genehmigung.

Doch bis die Pläne umgesetzt werden können, vergeht noch Zeit. Und die haben nicht alle Eltern, die auf einen Krippenplatz in der Samtgemeinde Neuenkirchen warten. Von daher wird mit Hochdruck an einer Übergangslösung gearbeitet, die bereits zum kommenden Krippenjahr greifen soll. Kirchenvorstand, Landesschulbehörde und das Bistum versuchten gemeinsam, die Elternwünsche zu erfüllen.

Pfarrheim keine Option

Es gebe verschiedenen Möglichkeiten, so die Gemeindedirektorin. Das Neuenkirchener Pfarrheim sei auf alle Fälle keine Option, da es nicht den Rahmenbedingungen entspreche. „Es wird eine Lösung geben“, zeigt sich Hildegard Schwertmann-Nicolay zuversichtlich, dass diese vielleicht schon bis zur nächsten Sitzung des Verwaltungsausschusses gefunden werde.


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