Ministerin Pläne erläutert In Voltlage aus Gülle Wasser und Flüssigdünger gewinnen

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Zum Gespräch in Hannover trafen sich Vertreter der AGV und der Gemeinde Voltlage auf Vermittlung des örtlichen Landtagsabgeordneten Christian Calderone (links) mit Barbara Otte-Kinast (Dritte von rechts), der neuen niedersächsischen Landwirtschaftsministerin. Foto: Büro CalderoneZum Gespräch in Hannover trafen sich Vertreter der AGV und der Gemeinde Voltlage auf Vermittlung des örtlichen Landtagsabgeordneten Christian Calderone (links) mit Barbara Otte-Kinast (Dritte von rechts), der neuen niedersächsischen Landwirtschaftsministerin. Foto: Büro Calderone

Hannover/Voltlage. Mit dem Ansatz „Biogaserzeugung auf Basis von 100 Prozent Güllevergärung mit Totalnährstoffaufbereitung“ will die Agrar-Güter-Vermittlung (AGV) innovative Wege in der Güllenutzung beschreiten.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Christian Calderone organisierte dazu laut Pressemitteilung einen Gesprächstermin mit Barbara Otte-Kinast, bei dem die AGV-Vertreter der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin das in der Gemeinde Voltlage geplante Projekt, ihr Unternehmen und die neue Technik zur besseren Nutzung der vorhandenen Ressourcen näher vor.

Mikroalgen als Bionahrungsmittel

Die Planungen umfassen danach unter anderem den Bau eines Gewächshauses zur Erzeugung von Mikroalgen als Bionahrungsmittel. Daneben soll in Voltlage noch eine Biogasanlage entstehen mit 100-prozentiger Güllevergärung, ohne den Einsatz nachwachsender Rohstoffe. Stattdessen sollen 100000 Kubikmeter regionale Rinder- und Schweinegülle verwertet und die entstehende Wärme komplett für die Erwärmung der Fermenter und des Gewächshauses genutzt werden.

Keine offenen Sololagerplätze

Die Vorteile liegen laut den Geschäftsführern der AGV, Christine Gerke und Michael Kruse haben das Unternehmen im Winter 2014 gegründet, darin, dass keine Emissionen entstehen, da nur Gülle vergoren und keine offenen Sololagerplätze vorgehalten werden. Der entstehende Gärrest solle dann in einer Totalaufbereitung veredelt werden, so dass von der eingebrachten Menge 60 Prozent als Wasser in den natürlichen Kreislauf eingeleitet werden können. Übrig blieben ein Feststoff und phosphorfreier Flüssigdünger.

Akzeptanz ist wichtig´

„Ziel des Projektes ist es, den Landwirten ein preisgesichertes Verwertungskonzept anbieten zu können, das diesen eine langfristige Planung ermöglicht“, schloss sich Calderone den Ausführungen an. Daneben sei Akzeptanz für das Vorhaben in der Nachbarschaft wichtig, was Josef Egbert als Vorsitzender des Voltlager Bauausschusses mit Blick auf die Auge gefasste Fläche im Ort für durchaus möglich betrachtet. Kruse und Gärke ergänzten, dass das Verfahren bereits in einer Infoveranstaltung interessierten Landwirten vorgestellt und dabei positiv aufgenommen worden sei.

Die Ministerin zeigte sich angetan von dem Vorhaben und bot an, dieses zu begleiten. Das nahmen die Projekt-Vertreter erfreut zur Kenntnis und baten um Prüfung einer möglichen Landesbürgschaft, die als Risikoabsicherung lediglich im Seuchenfall greifen solle.


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