PAK-Belastung Fürstenauer Damm Entsorgung geht zu Lasten der Gemeinde Neuenkirchen

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Neuenkirchen. Schlechte Nachricht für die Gemeinde Neuenkirchen. Der Anteil des mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (kurz PAK) belasteten Materials am Fürstenauer Damm ist deutlich höher als bislang angenommen und somit steigen auch die Kosten der Straßenbaumaßnahme.

Der Fürstenauer Damm in Neuenkirchen ist derzeit gesperrt. Grund sind Straßenbauarbeiten in Höhe des neuen Baugebietes, denn dort soll die Fahrbahn auf etwa vier Meter Breite ausgebaut und die Seitenbankette mit Schotter verstärkt werden.

Bohrungen im Vorfeld

Im Zuge des Ausbaus sind derzeit Mitarbeiter der Dammer Straßenbaufirma Wübker damit beschäftigt, die alte Fahrbahndecke abzufräsen. Diese ist aber, wie Bohrungen bereits im Vorfeld ergeben haben, mit PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) belastet. Und das liegt vor allem Dingen an den Teeranteilen in der Straße. Die Verwendung ist in Deutschland im Straßenbau seit 1984 verboten. In der Zeit davor wurde Teer im Straßenbau häufig verwendet.

Bei den laufenden Fräsarbeiten hat sich aber gezeigt, dass nicht nur die oberste Straßendecke, sondern auch die aus Schotter bestehende Tragschicht mit PAK belastet ist. Das bedeutet, auch diese muss ebenfalls aufwendig entsorgt werden, wie Bauamtsleiter Reinhold Ricke auf Nachfrage bestätigte.

Statt 80 nun 300 Tonnen

Statt 80 Tonnen sind nunmehr 300 Tonnen Material von einem dafür zertifizierten Unternehmen zu einem speziellen Entsorgungsunternehmen zu transportieren. Die komplette Entsorgung ist zudem mit einem Nachweisverfahren zu dokumentieren.

Der Ausbau des Fürstenauer Damms kommt durch die Entsorgung des kontaminierten Materials deutlich teuer, wie Dirk Boguhn vom Bauamt der Gemeinde erklärte. Auf welche Höhe sich die Mehrkosten belaufen, das konnte er noch nicht sagen.

Gemeinde trägt die Baulast

Die Bauherren im neuen Wohngebiet können aber aufatmen, die Kosten für die Entsorgung des belasteten Materials hat die Gemeinde als Straßenbaulastträger zu übernehmen. Die Hauseigentümer im neuen Baugebiet können nur für Kosten herangezogen werden, die unmittelbar mit diesem Baugebiet entstehen.


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