Etat 2018 verabschiedet Größte Investition in Neuenkirchen ist der Krippenanbau

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Um zwei Gruppen soll die Kinderkrippe St. Christophorus in Neuenkirchen erweitert werden. Foto: Herbert KempeUm zwei Gruppen soll die Kinderkrippe St. Christophorus in Neuenkirchen erweitert werden. Foto: Herbert Kempe

Neuenkirchen. Investitionen in die Kindertagesstätten, in das Baugebiet Fürstenauer Damm und in schnelles Internet – dafür will die Gemeinde Neuenkirchen im laufenden Jahr das meiste Geld ausgeben. Der Haushalt 2018 hat ein Volumen von 4,6 Millionen Euro.

Trotz des Einbruchs bei der Gewerbesteuer geht die Gemeinde Neuenkirchen davon aus, das vergangene Haushaltsjahr mit einem positiven Jahresergebnis von etwa 85000 Euro abschließen zu können. Rund 300.000 Euro weniger Gewerbesteuer hatte die Kommune eingenommen, wie Kämmerer Andreas Lanwert dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung erläuterte. Neue Kredite musste die Gemeinde Neuenkirchen nicht aufnehmen. Alles in allem sprach er von einem „respektablen Ergebnis“. Das Jahresergebnis 2018 könnte nach Lanwerts Berechnungen bei rund 112.000 Euro liegen.

Gewerbesteuer wichtigste Einnahmequelle

Die Einnahmen: Die Gewerbesteuer mit geschätzten 1,8 Millionen Euro bleibt die wichtigste Einnahmequelle der Kommune, gefolgt von der Einkommenssteuer, die 1,5 Millionen Euro in den Haushalt spült. Das sind zusammen 72 Prozent der Einnahmen. 588.000 Euro bringt die Grundsteuer A und B, die Vergnügungssteuer rund 8700 Euro, ein Plus von 3500 Euro.

Die Ausgaben: 77 Prozent der Einnahmen – rund drei Millionen Euro – sind für die Gemeinde Neuenkirchen nicht mehr als ein durchlaufender Posten. Sie sind als Umlage an den Landkreis Osnabrück und die Samtgemeinde Neuenkirchen weiterzureichen. Weitere 325.000 Euro zahlt sie als Umlage auf die eingenommene Gewerbesteuer. 570.000 Euro kostet laut Kämmerer Andreas Lanwert der Betrieb des Kindergarten St. Laurentius und der Kinderkrippe St. Christophorus. Hier allerdings seien die vom Landkreis Osnabrück zu erwarteten Zuschüsse für die laufende Unterhaltung noch nicht berücksichtigt. 96000 Euro stehen für Straßenreparaturen zur Verfügung.

Kommune plant Investitionen in Höhe von 1,5 Millionen Euro

Die Investitionen: Insgesamt 952.000 Euro könnte die bereits beschlossene Erweiterung der Kinderkrippe St. Christophorus kosten. Abzuziehen sind 180.000 Euro als bereits bewilligter Förderzuschuss vom Land, weitere 180.000 Euro Zuschuss könnten noch folgen für die zweite Krippengruppe. 356.700 Euro stellt die Gemeinde für die Erschließung des Fürstenauer Damms bereit, 180.000 Euro davon erwartet sie an Anliegerbeiträgen. 125.300 Euro sollen als kommunaler Anteil in den vom Landkreis Osnabrück forcierten Breitbandausbau fließen, 164.000 Euro in den Kauf von Grundstücken im Gewerbegebiet Uhlenbrock. 60.000 Euro stehen für die Umgestaltung des Dorfbrunnenplatzes zur Verfügung. Insgesamt summieren sich die Investitionen auf rund 1,5 Millionen Euro.

Kontinuierlich Schulden abgebaut

Die Schulden: Die Gemeinde Neuenkirchen hat ihre Verbindlichkeiten seit Jahren kontinuierlich abgebaut. Ende 2017 beliefen sich die Schulden auf 156.000 Euro.

Die Diskussion: Bürgermeister Vitus Buntenkötter sah die Gemeinde Neuenkirchen „in einer glücklichen Lage“, weil der Etat ausgeglichen sei und einen kleinen Überschuss ausweise. Daniel Schweer, Sprecher der Gruppe SPD/Grüne, rechnete für 2018 ebenfalls fest mit einem guten Ergebnis, zumal die Zuschüsse des Landkreises für den laufenden Unterhalt der Kindertagesstätten noch einzurechnen seien.

Den Haushaltsplan 2018 verabschiedete der Gemeinderat einstimmig.


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