Gleiche Sätze in Samtgemeinde Hundesteuer in Merzen nach 18 Jahren erstmals erhöht

Von Josef Pohl

Als gefährliche Hunde sind Pitbulls in Merzen eingestuft und kosten deutlich mehr Hundesteuer. Archivfoto: PolizeiAls gefährliche Hunde sind Pitbulls in Merzen eingestuft und kosten deutlich mehr Hundesteuer. Archivfoto: Polizei

Merzen. Nach 18 Jahren hat die Gemeinde Merzen die Hundesteuersatzung geändert. Bei einer Gegenstimme votierte der Gemeinderat dafür, die Hundesteuer gemäß dem Vorschlag der Verwaltung anzuheben.

In der Ratssitzung verwies Kämmerer Andreas Lanwert darauf, dass die erhobene Steuer zum Teil noch nicht einmal die Verwaltungskosten decke. Zuletzt sei im Jahr 2000 eine Änderung der Hundesteuersatzung erfolgt, seit mindestens 17 Jahren habe es keine Anpassung gegeben. Der Kämmerer empfahl von daher, eine Erhöhung analog zu den Steuern in den Gemeinden Neuenkirchen und Voltlage zu vollziehen, um einheitliche Sätze in der Samtgemeinde zu haben. Das bedeutet eine Erhöhung der Sätze um jeweils 25 Euro im Jahr.

Als gefährlich eingestufte Rassen deutlich teurer

Nach dem vorliegenden Vorschlag, der auch vom Verwaltungsausschuss der Gemeinde so abgesegnet wurde, ist in Zukunft für den ersten Hund eine Steuer von 50 Euro fällig, 90 Euro sind für einen zweiten Hund fällig. Bei jedem weiteren Hund bittet die Gemeinde mit 125 Euro zur Kasse. Mit Ausnahme von Blindenhunden soll jeder Hund besteuert werden. Für gefährliche Hunde müssen die Halter sogar 625 Euro zahlen. Dazu zählen unter anderem laut der Satzung zum Beispiel Hunde wie Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Pitbull Terrier, Bullmastiff, Dogo Argentino, Fila Brasileiro oder Mastino Napoletano. Aber auch Kreuzungen dieser Rassen werden zu den gefährlichen Hunden gezählt.

Mehreinnahmen von etwa 7000 Euro?

Der Rat der Gemeinde Merzen stimmte der Änderung der Hundesteuersatzung mehrheitlich zu, nur Josef Klausing (Grüne) votierte dagegen, weil er gerade mit Blick auf einsame ältere Menschen, die Erhöhung beim ersten Hund für zu hoch hielt. Durch die Steuererhöhung verspricht sich die Gemeinde Merzen Mehreinnahmen von etwa 7000 Euro. Für den Haushalt 2018 bleibt es jedoch bei den bisherigen etwa 9000 Euro an Hundesteuereinnahmen, denn die neue Satzung tritt erst zum 1. Januar 2019 in Kraft.