Grüne wollen an B 218 feiern Sperrung der Merzener Ortsdurchfahrt positiv nutzen

Für die Linienbusse soll an den Haltstellen in Merzen eine vernünftige Lösung gefunden werden. Foto: Archiv HülsmannFür die Linienbusse soll an den Haltstellen in Merzen eine vernünftige Lösung gefunden werden. Foto: Archiv Hülsmann

Merzen. Die autofreie Zeit während der Sperrung der Bundesstraße im Sommer wollen die Grünen in Merzen für Geselligkeit, Aktionen und Feiern nutzen. „Statt zu jammern, wollen wir die Gelegenheit nutzen, dass Menschen zusammenkommen und gemeinsam etwas unternehmen können“, kündigte Ratsherr Ronald Hülsmann beim jüngsten Grünen-Treffen an.

In den Sommerferien von Ende Juni bis Anfang August soll der erste Abschnitt vom Kreisel bis zum Abzweig Westerholte erneuert werden, berichtete der Fraktionsvorsitzende Josef Klausing. Bei beidseitiger Sperrung werde die Zufahrt für Anwohner und Gewerbe erhalten bleiben.

Umleitung über Ankum

Für den Durchgangsverkehr gebe es die Umleitung über Ankum. Der zweite Bauabschnitt bis zur Tankstelle sollte bis Oktober erledigt werden. Danach sei die Erneuerung mit Sperrung in Ueffeln vorgesehen. Es müsse eine Regelung für den Busverkehr mit den vier Haltestellen in Merzen getroffen werden.

Kein Verständnis für Absage

Kein Verständnis zeigte Hülsmann für die bereits erfolgte Absage der diesjährigen Gewerbeschau. „Wir wollen die Sperrung positiv nutzen und gemeinsam einiges auf die Beine stellen“, kündigte der Grünen-Ratsherr an. Von festlichen Abenden mit Musik und Fahrradtouren gebe es schon Vorberei-tungen. Und von „Artland Marketing über „Natürlich Merzen“ bis Pizzeria „Lopergolo“ lägen schon Unterstützungszusagen vor, die auch für Auswärtige Anreiz böten. Hülsmann stellte auch ein Ende der Ladenleerstände in Aussicht.

Lademöglichkeit für E-Bikes

Über den Anschluss des neuen Baugebietes am Fürstenauer Damm in Neuenkirchen berichtete August Brackmann. Der Grünen-Ratsherr sprach sich dagegen aus, eine von einer Privatfirma geplante Ladestation für Elektromobilität mit 8.325 Euro aus dem Gemeindehaushalt zu bezuschussen. Zudem müsse auch an die Lademöglichkeit für Fahrräder gedacht werden. Bei der Neuplanung des Rathauses müsse Sanierung und ein Neubau nach Abriss sorgsam gegeneinander abgewogen werden. Für die zusätzliche Erweiterung der Kinderkrippe um 190 m² für eine zweite Gruppe sei ein Zuschuss nachbeantragt worden.

Auf Glasfaser setzen

Bei der Breitbandverkabelung auf Kupfer zu verzichten und auf Glasfaser zu beschränken, die bei der Verlegung über Vinte Richtung Ibbenbüren auch für die Anwohner nutzbar sein müsse, forderte Marvin Wilke. Der Jung-Grüne berichtete über Dokumente aus dem Internet zur Stromtrassenplanung, deren Sinn die Grünen weiterhin kritisch beurteilen.

Zwar werde es keinen Zuschuss für den Radweg in Höckel geben, aber der Kampf dafür werde weitergehen, um Verkehrsopfer zu vermeiden, erklärte Udo Urmann. Der Voltlager Ratsherr begrüßte es, dass die Bushaltestelle „Alte Molkerei“ zum Wetterschutz endlich ein barrierefreies Wartehäuschen erhalten werde.

Bei der Vorbereitung eines sechs Hektar großen Gewerbegebietes in Voltlage müsse darauf geachtet werden, dass für den auf diesem Gebiet liegenden Naturschutzausgleich korrekt Ersatz geschaffen werde.