Etat 2018 verabschiedet Samtgemeinde Neuenkirchen investiert 2,7 Millionen Euro

Von Christian Geers

Der Schuldenstand der Samtgemeinde Neuenkirchen liegt zurzeit bei 2,5 Millionen Euro. Symbolfoto: dpaDer Schuldenstand der Samtgemeinde Neuenkirchen liegt zurzeit bei 2,5 Millionen Euro. Symbolfoto: dpa

Neuenkirchen. 2017 hat die Samtgemeinde Neuenkirchen weiter Schulden abgebaut. Ihre Investitionen stemmte sie ohne neue Kredite. 2018 will die Kommune im Etat 2018 rund 7,5 Millionen Euro bewegen.

Einstimmig haben die drei Fraktionen im Rat der Samtgemeinde Neuenkirchen das Zahlenwerk für 2018 gebilligt. Der Haushaltsplan hat ein Volumen von rund 7,5 Millionen Euro. Die Kommune plant Investitionen von rund 2,7 Millionen Euro, gut die Hälfte davon fließt in die Schul- und Sportanlagen.

Kämmerer Andreas Lanwert wies darauf hin, dass das Jahr 2017 finanziell in etwa so verlaufen sei wie ursprünglich kalkuliert. Lediglich bei den Zuweisungen des Landes seien die Erträge um 270.000 Euro geringer ausgefallen wegen einer Neuberechnung bei den Einwohnerzahlen. Das wiederum habe sich auf die Kreisumlage ausgewirkt, die Kommune habe weniger an den Landkreis zahlen müssen. Alles in allem rechnet der Kämmerer für 2017 mit einem Jahresergebnis von rund 500.000 Euro.

Migliedsgemeinden bringen 3,47 Millionen Euro auf

Die Einnahmen: Hauptfinanziers der Samtgemeinde Neuenkirchen sind ihre drei Mitgliedsgemeinden, die 2018 46 Prozent der Einnahmen – rund 3,47 Millionen Euro – aufbringen. Das Land zahlt 25 Prozent (rund 1,92 Millionen Euro). Gut 400.000 Euro bekommt die Samtgemeinde für Aufgaben erstattet, die sie im Auftrag Dritter übernimmt.

Die Ausgaben: 815.000 Euro muss der Kämmerer an den Landkreis Osnabrück weiterreichen, der größte Brocken sind mit 2,75 Millionen Euro die Personalkosten. Eingerechnet ist darin eine 2,4-prozentige Tariferhöhung. 1,16 Millionen Euro sind für die sogenannten Sach- und Dienstleistungen einkalkuliert, mit 178.000 Euro beteiligt sich die Samtgemeinde Neuenkirchen an den Kosten für die Kindertagesstätten in Merzen, Neuenkirchen und Voltlage. 300.000 Euro stehen wieder als allgemeine Strukturförderung bereit, die von den Mitgliedsgemeinden abgerufen werden können. 557.000 Euro sind für Zinsen und die Tilgung von Krediten vorgesehen.

Modernisierung des Rathauses geplant

Die Investitionen: 1,23 Millionen Euro steckt die Samtgemeinde in die Modernisierung ihrer Gebäude. 391.000 Euro stehen für die Goode-Weg-Schule in Neuenkirchen im Etat, 466.000 Euro für Bauarbeiten in den Turnhallen in Merzen, Neuenkirchen und Voltlage. Weitere Beträge stehen für die Erneuerung der EDV und die Ausstattung der Schulen bereit. 230.000 Euro will die Kommune in die Sanierung der Hermann-Rothert-Straße in Neuenkirchen investieren, 60.000 Euro zahlt die Samtgemeinde als Anlieger der Jahnstraße in Voltlage für den Bau von Parkplätzen. Auch die erforderliche Modernisierung und Erweiterung des Rathauses in Neuenkirchen ist im Etat berücksichtigt. 700.000 Euro stehen 2018 bereit, 2019 eine Summe in gleicher Höhe. 265.000 Euro kostet das neue Einsatzfahrzeug für die Feuerwehr Neuenkirchen. Um das alles zu finanzieren, kann die Samtgemeinde Kredite in Höhe von 2,4 Millionen Euro aufnehmen.

Verwaltung erwartet für 2018 positives Jahresergebnis

Die Schulden: Ende 2017 summierten sich die Verbindlichkeiten der Samtgemeinde Neuenkirchen auf 2,52 Millionen Euro. Das macht eine Pro-Kopf-Verschuldung von 239 Euro. Zum Vergleich: Der Landesdurchschnitt lag bei 340 Euro, der Durchschnittswert im Landkreis Osnabrück bei 940 Euro. 2011 hatte die Samtgemeinde Schulden in Höhe von 4,53 Millionen Euro.

Die Fraktionen im Samtgemeinderat verzichteten auf eine Aussprache, sie hatten alle Einzelpositionen des Etats zuvor in den Fraktionen und im Gespräch mit dem Kämmerer durchgearbeitet. Ratsvorsitzender Gregor Schröder stellte vor der Abstimmung fest, „dass wir mit solchen Zahlen zufrieden sein können“. Im Blick hatte er dabei das voraussichtliche Jahresergebnis, das 2018 bei 215.000 Euro liegen könnte.