„Ende der Fahnenstange“ In Merzen ist ein zweiter Kindergarten notwendig

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Die Nordansicht des Merzener Kindergartens, der am jetzigen Standort nach dem Umbau flächenmäßig ausgereizt ist. Skizze: Büro SchröderDie Nordansicht des Merzener Kindergartens, der am jetzigen Standort nach dem Umbau flächenmäßig ausgereizt ist. Skizze: Büro Schröder

Merzen. Das Ende der Fahnenstange ist am Standort der Merzener Kindertagesstätte erreicht. Pfarrer Detlef Perk forderte in der jüngsten Sitzung den Rat der Gemeinde Merzen dazu auf, sich dringend Gedanken über die weitere Entwicklung zu machen und Modelle zu entwickeln.

Das Thema Kindergarten und Krippe beschäftigte die Ratsvertreter gleich in mehreren Punkten der Ratssitzung. Zum einen stand ein Sachstandsbericht zur Erweiterung der Kindertagesstätte um eine Krippengruppe mit eigenem Außenbereich sowie die Sanierung der Toilettenanlagen auf der Tagesordnung.

180000 Euro Fördermittel

Da vor Ort Plätze im Krippenbereich fehlen, wird nach Rücksprache mit dem Landesjugendamt, Kirchengemeinde, der Leitung des Kindergartens sowie dem Landkreis ein Konzept umgesetzt, das den Bau einer zusätzlichen Krippe mit 15 Plätzen vorsieht. Die Zusage des Landes über Fördermittel von 180000 Euro liegt bereits vor, die Maßnahme soll nach den Worten des Bürgermeisters möglichst zügig umgesetzt werden.

Politisches Problem

„Das Ende der Fahnenstange ist erreicht“, erklärte Pfarrer Detlef Perk für die Kirchengemeinde St. Lambertus, dass am Standort des Kindergartens keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr vorhanden seien. Die Aufgabe des Trägers liege in der Qualitätssicherung, und von daher empfahl der Geistliche mit Blick auf die Zukunft dem Rat, einen weiteren Kindergarten ins Auge zu fassen.

Die Kirchengemeinde sei bereit, die Trägerschaft zu übernehmen, Übergangslösungen mit zu erarbeiten und ein Grundstück zur Verfügung zu stellen. „Arbeiten Sie daran“, forderte er den Rat auf, aktiv zu werden, bevor die Gemeinde ein politisches Problem bekomme.

Bis Herbst zurückstellen

Bürgermeister Gregor Schröder bedankte sich dafür, dass sich die Kirchengemeinde für eine mögliche Trägerschaft für einen zweiten Kindergarten nebst Krippe zur Verfügung stelle. Er bat jedoch darum, dieses Thema erst einmal bis zum Herbst zurückzustellen, um die Auswirkungen des möglichen kostenfreien Kindergartenbesuches auf die Anmeldezahlen und damit den weiteren Bedarf für Merzen besser abschätzen zu können.

Im Vergleich zu den Vorjahren dürfte die Gemeinde für 2017 weniger Defizitausgleich für den Kindergarten zahlen müssen, weil es eine Sonderzahlung des Landkreises gab. Im Jahr 2018 ist aber davon auszugehen, dass die Gemeinde wieder stärker zur Kasse gebeten wird. „Mit der zweiten Krippengruppe steigen auch die Kosten“, verwies Wilhelm Prinz für die Kirchengemeinde auf die Personalkostensteigerung.


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