Mehrkosten von 195.000 Euro Neuenkirchener Rat billigt Pläne für Krippenanbau

Von Christian Geers

870 Quadratmeter zusätzliche Fläche benötigt die Gemeinde Neuenkirchen für die Erweiterung der Kinderkrippe St. Christophorus an der Von-Galen-Straße. Die Kirchengemeinde St. Laurentius stellt das Grundstück zur Verfügung. Foto: Herbert Kempe870 Quadratmeter zusätzliche Fläche benötigt die Gemeinde Neuenkirchen für die Erweiterung der Kinderkrippe St. Christophorus an der Von-Galen-Straße. Die Kirchengemeinde St. Laurentius stellt das Grundstück zur Verfügung. Foto: Herbert Kempe

Neuenkirchen. Die Erweiterung der Kinderkrippe St. Christophorus Neuenkirchen fällt etwas größer aus als zunächst geplant. Einstimmig hat der Gemeinderat den veränderten Planungen zugestimmt und auch den Erbbaurechtsvertrag mit der Kirchengemeinde St. Laurentius gebilligt.

Bürgermeister Vitus Buntenkötter nutzte in der jüngsten Sitzung die Gelegenheit, den Ratsmitgliedern die geänderten Planunge n und die neuen Herausforderungen zu erläutern. Die ursprüngliche Idee sei gewesen, die bestehende zweigruppige Krippe (30 Plätze) an der Von-Galen-Straße um zwei Gruppen zu erweitern: um eine Krippengruppe für 15 Kinder unter drei Jahren sowie um eine altersübergreifende Gruppe, mit der der Platzbedarf im Kindergarten St. Laurentius aufgefangen werden sollte.

Land zahlt 180.000 Euro für Krippengruppe

„Der Bedarf hat sich inzwischen aber geändert“, verwies Buntenkötter auf die seit 2016 laufenden Planungen. Die altersübergreifende Gruppe werde nicht mehr benötigt, stattdessen aber eine zweite Krippengruppe mit 15 Plätzen. Dafür werde die Gemeinde Neuenkirchen einen Förderantrag an das Land auf den Weg bringen. Für die ohnehin geplante Krippengruppe erhält die Gemeinde Neuenkirchen einen Zuschuss in Höhe von 180.000 Euro, das macht 12.000 Euro pro Platz. Außerdem hat sich nach den Worten des Bürgermeisters nach Gesprächen mit der katholischen Kirchengemeinde, der Caritas und der Krippenleitung der Raumbedarf in der Krippe geändert. So soll es neben einem Bewegungsraum auch ein Gesprächszimmer für Eltern und weitere Abstellflächen geben. Damit werden gegenüber dem Ursprungsentwurf weitere 130 Quadratmeter benötigt, was bei geschätzten Kosten von 1500 Euro pro Quadratmeter Mehrkosten in Höhe von rund 195.000 Euro bedeutet. Damit kostet die Erweiterung der Kinderkrippe St. Christophorus rund 952.000 Euro.

Kirchengemeinde verzichtet auf Erbbauzins

„Diese neuen Planungen fußen auf gewonnenen Erkenntnissen“, verteidigte Bürgermeister Vitus Buntenkötter die Mehrkosten. Die zuständige Landesschulbehörde habe die Pläne bei einem Ortstermin gelobt und als sehr gut beurteilt, ergänzte stellvertretender Gemeindedirektor Reinhold Ricke. Die Chancen stünden nicht schlecht, dass sich das Land auch an den Kosten für einezweite Krippengruppe beteilige. Ohne weitere Diskussion beschloss der Rat, die Krippe wie vorgelegt zu erweitern. „So bauen wir zukunftsgerecht“, sagte SPD-Ratsherr Daniel Schweer. Auch der Erbbaurechtsvertrag mit der Kirchengemeinde St. Laurentius stieß auf Zustimmung. Sie verzichtet mit Abschluss des neuen Erbbaurechtsvertrages – 870 Quadratmeter werden für die Erweiterung gebraucht – auf einen Pachtzins. Diese Regelung solle so lange gelten, wie die Kirchengemeinde Träger der Kinderkrippe sei oder die Gemeinde Eigentümerin des Gebäudes bleibe, erläuterte Vitus Buntenkötter.