Versammlung der Jäger Hegering Merzen-Voltlage ehrt Mitglieder

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Langjährige Mitglieder hat der Hegering Merzen-Voltlage in der Jahreshauptversammlung durch Kreisjägermeister Martin Meyer Lührmann (links) und Hegeringleiterin Annette Dieckhoff geehrt. Foto: Hegering Voltlage-MerzenLangjährige Mitglieder hat der Hegering Merzen-Voltlage in der Jahreshauptversammlung durch Kreisjägermeister Martin Meyer Lührmann (links) und Hegeringleiterin Annette Dieckhoff geehrt. Foto: Hegering Voltlage-Merzen

Merzen/Voltlage. Die Ehrenmitgliedschaft für langjährig treue Mitglieder vergab der Hegering Voltlage-Merzen an Otto Rolfes-Gerdemann und Hans Wulfern. Für 60-jährige Mitgliedschaft wurden Paul Große-Berg, Heinz Hemann und Ulrich Hoffmann geehrt.

Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden Heinrich Dettmer, Martin Kemme, August Schröder, Karl-Heinz Teepe und Georg Voss ausgezeichnet. Josef Lammers und Norbert Knuf blicken auf eine 40-jährige Mitgliedschaft zurück, während für 25-jährige Mitgliedschaft im Hegering Voltlage-Merzen Hans-Jürgen Meyer eine Auszeichnung erhielt. In der Jahreshauptversammlung berichtete der Kreisjägermeister Martin Meyer Lührmann von den Aktionen der Kreisjägerschaft Bersenbrück. Sehr anschaulich ging Karl-Heinz Kenning auf die Ferienpassaktionen sowie die Waldtage in Kooperation mit der Grundschule Merzen ein. Hegeringleiterin Annette Dieckhoff berichtete über die weiteren Aktivitäten des Hegerings wie Vorstandssitzungen, Pächterversammlung oder das Hegeringschießen auf dem Schießstand in Döllinghausen. An dem revierübergreifenden Taubentag hätten wieder alle Reviere aus dem Bezirk des Hegering Voltlage-Merzen teilgenommen. Beim anschließenden Streckelegen und Wildessen in der Schützenhalle Südmerzen hätten 135 Jägerinnen und Jäger teilgenommen. Fünf Jäger aus dem Bezirk sind im vergangenen Jahr dem Hegering beigetreten.

Nächste Gehörnschau am 24. März 2018

Als nächster Termin steht der Hegeringball mit Gehörnschau am Samstag, 24. März, ab 19 Uhr in der Gaststätte Dückinghaus auf dem Programm. Karten können zum Preis von 15 Euro bei Annette Dieckhoff oder Hugo Hassig erworben werden. Es wird wieder ein gemeinsames Büffet, Tanzabend sowie die Verlosung von Jagdeinladungen geben. Zudem wird der „Bock des Jahres“ gekürt werden. Das Hegeringschießen ist für den 25. August terminiert. Das Förderprogramm für Betonrohrfallen ist zum 31. Dezember 2017 ausgelaufen. Es wurden insgesamt 13 Reviere aus Mitteln des Hegerings Voltlage-Merzen bezuschusst. Durch verbandliche Geschlossenheit und verschiedenen Maßnahmen konnte die im rot-grünen Koalitionsvertrag angekündigte „Ökologisierung“ der Jagd erfolgreich, so Annette Dieckhoff, verhindert werden. Es seien noch elf Normenkontrollanträge gegen die seit Oktober geltende Jagdzeitenverordnung anhängig. Diese sind aktuell „ruhend gestellt“.

Land will Jagdgesetz novellieren

Die kleine Novelle des Niedersächsischen Jagdgesetzes (bleifreie Munition, Schießnachweis und Schallminderer) wurde aufgrund der politischen Entwicklungen im Niedersächsischen Landtag nicht mehr verabschiedet. Das Ministerium plane zeitnah eine Überarbeitung der Jagdzeitenverordnung sowie eine Novellierung des Jagdgesetzes. Im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) wurde festgehalten, dass man sich derzeit noch im Stadium der Prävention befindet. Zu betonen bliebe auch, dass die größte Gefahr für die Weiterverbreitung die Einschleppung des Virus durch den Menschen sei. Die Hauptrisikofaktoren seien und blieben der Transitverkehr sowie der unachtsame Umgang mit Lebensmittelresten, die von Reisenden aus den betroffenen Ländern achtlos entsorgt werden. Die intensive Bejagung des Schwarzwildes allein wird angesichts der genannten Hauptrisikofaktoren eine weitere Ausbreitung vermutlich nicht verhindern können. Weiterhin wurden Informationen sowie Handlungsempfehlungen des Veterinäramtes für Stadt und Landkreis Osnabrück im Umgang mit verendeten und erlegten Wildschweinen vorgetragen.

Hegeringleiterin Annette Dieckhoff wiedergewählt

Den Streckenbericht trug der stellvertretende Hegeringleiter Hugo Hassig unter musikalischer Begleitung des Jagdhornbläsercorps Hubertus vor. Als Obleute berichteten Stefan Johannigmann für die Bläser, Anita Kipp als Schießwartin, Reinhard Dieckhoff als Hundeobmann sowie Simon Steinke für die Jungjäger. Dem Kassenbericht von Johannes Kemme folgte die Entlastung des Vorstandes. Hegeringleiterin Annette Dieckhoff sowie Kassenwart Johannes Kemme wurden einstimmig für weitere vier Jahre gewählt. Forstingenieur Holger Fiedler (Obmann für das Prädationsmanagement bei der Kreisjägerschaft Steinfurt/Tecklenburg) hielt einen sehr anschaulichen Vortrag zum Thema moderne Fangjagd. „Fangjagd darf nicht als notwendiges Übel betrachtet werden, sondern sie ist spannend und hierdurch lässt sich im Revier viel erreichen“, berichtete Holger Fiedler. Er betreut seit drei Jahren gemeinsam mit drei Mitjägern ein 440 Hektar großes Niederwildrevier in Neuenkirchen-Wettringen. In diesem wurden 29 Fangsysteme an strategisch günstigen Stellen installiert.

Empfehlung: einen Trapperstammtisch gründen

Die hohen Besatzzahlen bei Hase und Fasan, wie es sie früher gab, wird es nach Aussage von Holger Fiedler wohl nicht mehr geben, aber durch den Einsatz der Fallen konnte zumindest der Besatz an Hasen in dem von ihm betreuten Revier erheblich gesteigert werden. Durch die Fangjagd besteht die Möglichkeit, auf den Bestand an Prädatoren erheblich einzuwirken. Das ist Artenschutz, nicht nur beim Niederwild, sondern auch bei anderen bedrohten Arten. Im Hegering Neuenkirchen-Wettringen, den Fiedler seit rund drei Jahren leitet, haben sich mittlerweile einige Mitglieder zu einem „Trapperstammtisch“ zusammengefunden, um die Erfahrungen bei der Fangjagd untereinander auszutauschen. Fiedler empfahl den Mitgliedern des Hegering Voltlage-Merzen, einen entsprechenden Stammtisch einzurichten.


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