Neuer Name für Fürstenauer Damm? Neuenkirchener Rat will mit Anliegern „beste Lösung“ suchen

Meine Nachrichten

Um das Thema Samtgemeinde Neuenkirchen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Noch ist nicht entschieden, ob der Fürstenauer Damm in Neuenkirchen zwischen Lünort und Bramscher Straße umbenannt wird. Das will die Gemeinde gemeinsam mit den betroffenen Anwohnern besprechen. Foto: Herbert KempeNoch ist nicht entschieden, ob der Fürstenauer Damm in Neuenkirchen zwischen Lünort und Bramscher Straße umbenannt wird. Das will die Gemeinde gemeinsam mit den betroffenen Anwohnern besprechen. Foto: Herbert Kempe

Neuenkirchen. Bekommt der Fürstenauer Damm in Neuenkirchen eine neue Straßenbezeichnung? Diese Frage will die Gemeinde Neuenkirchen gemeinsam mit den Anliegern erörtern und keine Entscheidung treffen, ohne die Betroffenen gehört zu haben. Das hat Bürgermeister Vitus Buntenkötter zugesagt.

Wegen des Baugebiets am Fürstenauer Damm in Neuenkirchen müssen Hausnummern in diesem Bereich neu vergeben werden. Darauf hatte die Gemeinde die Anlieger bereits hingewiesen. Dabei habe ein Betroffener angeregt, doch gleich über eine neue Straßenbezeichnung des Fürstenauer Damms zwischen der Straße Lünort und der Bramscher Straße nachzudenken, berichtete Reinhold Ricke, Fachbereichsleiter Planen und Bauen im Neuenkirchener Rathaus.

Eine Straße, zwei Gemeinden

Dazu kommt, dass es den Fürstenauer Damm mit teilweise identischer Nummerierung auch in der Gemeinde Merzen gibt. Genauer, der Fürstenauer Damm beginnt an der Kreuzung „Handweiser“ im Merzener Ortsteil Engelern und mündet schließlich im Neuenkirchener Ortsteil Vinte in die Bramscher Straße. Und eben nicht nur das: Neuenkirchen und Merzen „teilen“ sich – nicht er seit der letzten Umstellung vor 25 Jahren – die Postleitzahl 49586. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Ortsunkundige verirren, wenn sie Straße und Postleitzahl ins Navigationsgerät eintippen, aber beim Ortsnamen nicht aufpassen, ist durchaus wahrscheinlich. Darüber hatte der Bauausschuss der Gemeinde Mitte Februar diskutiert, eine Entscheidung aber zurückgestellt.

Anwohner lehnen neuen Straßennamen ab

Anlieger sehen eine mögliche Änderung des Straßennamens kritisch. Wie Reinhold Ricke in der Ratssitzung am Dienstagabend berichtete, hätten mehrere Anwohner in einem Schreiben gegen einen neuen Straßennamen ausgesprochen. Sie forderten zudem, in den Entscheidungsprozess einbezogen zu werden. In der Bürgerfragestunde wiederholten Anlieger ihre Argumente und merkten an, dass bei modernen Navigationsgeräten eine Verwechslung wohl auszuschließen sei.

Noch keine Entscheidung getroffen

Christian Woltering (CDU) wies darauf hin, dass der Bauausschuss „ganz neutral“ darüber diskutiert, aber überhaupt noch keine Entscheidung getroffen habe. Sicher sei eine Änderung der Adresse „lästig für Privatleute und Geschäftsinhaber“, das Problem aber sei, dass es den Fürstenauer Damm sowohl in Neuenkirchen als auch in Merzen gebe. Das könne im schlimmsten Fall, zum Beispiel bei einem Rettungseinsatz, zu Verwechslungen führen. Und das wolle er nicht erleben, so der Ratsherr. Deshalb müsse auch dieses Argument in der Diskussion erörtert werden. Bürgermeister Vitus Buntenkötter (CDU) kündigte an, alle Fragen mit den Anwohnern in einer Versammlung zu besprechen. „Wir wollen die beste Lösung finden.“ Das Problem könne nur im Konsens gelöst werden, ergänzte SPD-Ratsherr Daniel Schweer. „Wir werden nicht über die Köpfe der Anwohner hinweg entscheiden.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN